Vom Hühnerstall ins Rathaus - Felix Hezel, Bürgermeister von Dietingen

Shownotes

Verantwortung kennt keinen freien Samstag. Das hat Felix Hezel auf dem Bauernhof seiner Eltern früh gelernt. Während seine Freunde ausschlafen konnten, mussten die Tiere gefüttert und versorgt werden. Als Jugendlicher wäre er manchmal gerne im Bett geblieben. Heute schätzt er, was ihm diese Zeit mitgegeben hat – und er packt auf dem Hof weiterhin gerne mit an.

In dieser Folge von „Mensch, Bürgermeister!“ erzählt Felix Hezel, Bürgermeister von Dietingen, wie sein Weg von der Landwirtschaft ins Rathaus führte. Er studierte Agrarwissenschaften, beriet Betriebe zum Tierwohl und unterrichtete angehende Landwirtschaftsmeister. Doch seine Interessen reichten über die Landwirtschaft hinaus. Ihn reizte die Möglichkeit, eine ganze Kommune zu gestalten: mit Menschen zusammenzuarbeiten, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen und Entscheidungen vor Ort zu treffen.

Sein erster Anlauf ins Bürgermeisteramt endete allerdings mit einer Enttäuschung. 2022 kandidierte Felix Hezel in seinem Heimatort Bösingen – und verlor. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm der Morgen, an dem er eigentlich seinen ersten Arbeitstag als Bürgermeister hätte haben können. Heute ist er froh darüber, wie sein Weg verlaufen ist. Als Bürgermeister gestaltet er Dietingen, als Gemeinderat engagiert er sich zugleich für seine Heimat Bösingen.

Sehr persönlich spricht Felix Hezel über den Rückhalt seiner Familie und Freunde. Er erzählt, warum ihm die gemeinsamen Mittagessen auf dem Hof wichtig sind, weshalb er in Konflikten lieber einen kühlen Kopf bewahrt und wie sein Humor gelegentlich auch den Gemeinderat herausfordert. Außerdem lernen wir den Fußballspieler und Lego-Fan kennen, der sich für „Star Wars“ und „Herr der Ringe“ begeistert – und für ein großes Modell auch einmal fünf Tage Geduld mitbringt.

Außerdem geht es um die fünf Ortsteile von Dietingen, lebendiges Brauchtum und ein Ehrenamt, das für das Zusammenleben unverzichtbar ist. Felix Hezel erklärt, warum ihn wachsende bürokratische Anforderungen sorgen und weshalb er sich mehr Eigenverantwortung statt einer „Helikopterkommune“ wünscht. Mit mehr Bäumen und einer einfacheren, zugänglicheren Verwaltung möchte er Dietingen auf die Zukunft vorbereiten. Sein Wunsch: dass sich die Gemeinde weiterentwickelt, ohne ihre Identität zu verlieren – und Menschen dort weiterhin gerne leben und sich füreinander engagieren.

Mehr Informationen zur Gemeinde Dietingen und zu Felix Hezel gibt es hier: httpw://www.dietingen.de https://www.instagram.com/gemeinde_dietingen/ https://www.instagram.com/hezel.felix/


„Mensch, Bürgermeister!“ ist der Podcast, der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister als Menschen zeigt. Abseits von Terminen, Sitzungen und Schlagzeilen erzählen sie, was sie bewegt, antreibt und manchmal auch zweifeln lässt. Es geht um Verantwortung, Heimat, Familie, Entscheidungen – und um die Frage, wie Politik vor Ort menschlich bleiben kann.

📣 Aufruf – Mitmachen erwünscht Sie sind ebenfalls Bürgermeisterin oder Bürgermeister und möchten zeigen, wer Sie jenseits des Amtes sind? Dann melden Sie sich bei uns und werden Teil von „Mensch, Bürgermeister!“. Wir freuen uns auf ehrliche Gespräche, persönliche Einblicke und Ihre Geschichte. Kontakt: hallo@podcast-factory.de bzw. https://mensch-buergermeister.de

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Transkript anzeigen

00:00:01: Mensch

00:00:01: Bürgermeister.

00:00:05: Mensch Bürgemeister.

00:00:07: Heute mit Felix Heetzel, Bürgemeister von

00:00:10: Dietingen!

00:00:12: Wenn andere morgens ins Büro fahren hat er manchmal schon im Hühnerstall die Eier gesammelt und die Tiere gefüttert, denn Felix Hezl ist auf einem landwirtschaftlichen Betrieb groß geworden.

00:00:27: Trotzdem wollte er selbst nicht Landwirt werden.

00:00:30: Sein Weg führte ihn ins Rathaus, mit dreißig Jahren ist er heute der jüngste Bürgermeister im Landkreis Rottweil.

00:00:37: Warum er lieber eine ganze Kommune gestaltet und warum fünf Tage Lego bauen?

00:00:42: Für ihn wie ein kleiner Urlaub sind – das erzählt er uns heute!

00:00:45: Ich bin Olaf Brinkmann und begrüße Felix Heetzel beim Mensch-Bürgermeist.

00:00:49: Hallo Herr Heetzl, schön dass Sie da sind.

00:00:51: Herr

00:00:52: Heetzel, erst in den Hühnerstall dann frisch geduscht ins Rathaus.

00:00:55: Wie sieht so ein Morgen bei Ihnen aus?

00:00:57: Wann stehen Sie auf?

00:00:59: Ganz normal wenn ich arbeite im fünf vor fünfzig oder sechs Uhr klingelt Meister Wecker.

00:01:03: Dann natürlich klassisches Frühstück als Bürgermeister mit der Zeitung und den Lokal Nachrichten.

00:01:09: aber es ist jetzt nicht so dass ich jeden Tag im Hühnerstall bin.

00:01:12: das war gerade im August in der Feriezeit da sich auch Urlaub hatte So gewissermaßen in Hybrid Job, weil ich dann hin und wieder mal meinen Vater ausgeholt habe im Stall.

00:01:20: Und nachträglich dann noch ins Rathaus bin zum E-Mail verkehrt.

00:01:24: beantworten

00:01:24: Ist das für Sie Arbeit oder gehört es einfach zu Ihrem Leben dazu?

00:01:28: Beides Definitivarbeit westkörperlich anstrengend ist allerdings auch ein bisschen Ausgleich zum Beruf Bürgermeister Weil man natürlich eine andere Arbeitsweise hat und auch abschalten kann an diesem Wochenende.

00:01:41: Wie

00:01:41: sind Sie denn auf dem Hof aufgewachsen, mussten sie als Kind und Jugendlicher auch selbstverständlich mit anpacken oder haben Sie es einfach gemacht weil Spaß gemacht

00:01:48: hat?

00:01:48: Da muss man jetzt natürlich ein bisschen differenzieren.

00:01:51: Ich denke gar als Kind gibt's kaum was Schöneres als auf einem Bauenhof groß zu werden.

00:01:56: Arbeit mit Tieren große ländwirtschaftliche Maschine Und die Nähe zur Natur aber muss natürlich auch dementsprechend anpacke Und das lohnt man dann aber irgendwann zu Schätzen.

00:02:06: Gerade im Jugendalter, wenn die ganze Freunde samstags natürlich ausschlafen können muss man natürlich Samstags dann früh aufstehen würde natürlich auch länger in Betliege bleiben.

00:02:15: Aber je älter man wird desto mehr landet es auch zu schätzen weil man eine Verantwortung lernt Weil Tiere müssen eben jeden Tag aufversorgt werden Unabhängig davon ob Wochenende ist Feiertag Ferien oder mal einfach auch keine Lust hat.

00:02:30: Welche Tiere sind das denn und wie viele?

00:02:33: Wir haben aktuell auf dem Bauernhof Hühnerhaltung und Schweinehaltung.

00:02:38: Das sind dann so ungefähr twelvehundert Hühler, und sieberhundert Mastschweine und hundert Muttersreine sozusagen.

00:02:46: Das klingt nach Arbeit!

00:02:47: Ihre Familie – wie wichtig ist Ihnen Ihre Familie heute?

00:02:51: Allgemein hat die Familie in der Landwirtschaft immer ein großes Stellenwert.

00:02:54: Es gibt ja auch einige Sendungen im Fernsehen in Deutschland wo wir das bisschen versuchen näher zu bringen und da ist es eigentlich immer so ein Klassiker wie betont wird, dass die Familie eben einmal in der Woche zumindest komplett zusammenkommt zum Mittagessen.

00:03:08: Das wäre jetzt bei uns eben dieser Samstag.

00:03:10: da ist dann einfach Arbeitseinsatz für mich und meine Geschwister und da ist es natürlich meiner Eltern auch wichtig das man zusammensitzt sich ein bisschen gegenseitig austauscht was so unter der Woche passiert ist und ich habe meinen Eltern auch vieles zu verdanken.

00:03:24: ohne die würde ich nicht dastehen wo ich heute stehe und das möchte ich ja natürlich an sie zurückgeben.

00:03:29: Da sprechen wir später noch genauer drüber.

00:03:32: Sie kennen die Landwirtschaft aber ja nicht nur aus ihrer Kindheit, sie haben Agrarwissenschaften studiert, Betriebe zum Tierwohl beraten und angehende Landwirtschaftsmeister unterrichtet – eigentlich würde man jetzt denken der übernimmt irgendwann selbst einen Hof!

00:03:45: Warum wollten sich schlussendlich aber nicht hauptberuflich Landwirt werden?

00:03:50: Das kann für mich eigentlich nie so richtig in Frage komplett hauptsberuflicher Landwirts zu werden.

00:03:56: Für mich war das immer klar, dass ich nicht zu hundert Prozent daheim im Betrieb arbeiten möchte und auch anderweitig meine Brötchen verdienen.

00:04:04: Landwirtschaft hat mich zwar immer interessiert aber irgendwann habe ich dann für mich persönlich gemerkt, dass meine Interesse noch etwas breiter sind wie nur für die

00:04:11: Landwirtschaft.".

00:04:13: Aber Sie haben unter anderem Tierhaltung bei Rindern und Schweinen unterrichtet – aber auch Rechtsteuern und Versicherungen!

00:04:20: Was für ein Lehrer waren sie?

00:04:22: Eigenlob stinkt ja bekanntlich.

00:04:24: Ich würde aber durch behaupten, dass ich ein angenehmer Kuhlerlehrer war der immer auch versucht hat bisschen Praxisbezug gerade bei so trockenen Themen wie Rechtsteuer und Versicherungen herzustellen weil es dann eben auch verständlicher wird für die Studierende und dadurch das sich eben kein großer Altersunterschied zu meinen Studierenden hatte was immer eher eine freundschaftliche Beziehung.

00:04:46: Meistens Spaß hat es mir dann eigentlich auch immer gemacht, bei der Klausur eine Aufsicht zu machen.

00:04:50: Weil ich eben die Schule noch nicht so weit hinter mir hatte, wusste mal ganz genau wie natürlich diese Spickversuche beim Nachbar von Statte geht...

00:04:57: Nein!

00:04:58: ...wie man das auch versucht zu vertuschen.

00:05:01: und wenn man dann so jemand beobachtet hat, wie er dann hin und wieder mal rüber schielt und sich wieder am Kopf kratzt, wussten wir ganz genau was der im Schild geführt hat, dementsprechend auch aufmerksam draufgemacht.

00:05:11: Und da kann man natürlich die gleiche Ausrede, wie bei sich selber in der Schulzeit.

00:05:15: Heute gestalten Sie keine landwirtschaftlichen Betriebe, sondern eine ganze Kommune.

00:05:20: Warum wollten sie dann Bürgermeister werden?

00:05:23: Wie Ihre Frage schon her gibt bietet das Amt des Bürgemeisters eben die Möglichkeit, eine ganze Commune zu gestalten und das AmT bietet es eben auf der kleinste Ebene hier in Deutschland an Dinge zu planen und auch zu gestalter.

00:05:38: ich arbeite gerne mit Menschen zusammen schäue mich aber auch nicht von den Konfliktern oder vor den konflikten und beschäftige mich gerne mit dieser Gesamtmaterie Kommune.

00:05:49: Als Bürgermeister bekommt man natürlich sehr viele unterschiedliche Themen auf den Tisch, das macht es auch sehr interessant und abwechslungsreich.

00:05:57: Der Tag wird eigentlich nie langweilig.

00:05:58: Morgens kann es um der Kindergarten gehen, dann vielleicht um ein Baugebiet oder der Bauhof und anschließend über die Feuerwehr, Finanzen oder eben der Dörfliche Verein.

00:06:09: Wann war dieser Augenblick?

00:06:11: Wann haben Sie zum ersten Mal gedacht, Bürgermeister.

00:06:13: Das könnte mein Beruf sein!

00:06:15: Den Tag X wurde die Entscheidung viel denn gibt es eigentlich nicht.

00:06:18: Es war eher so ein schleichender Prozess.

00:06:20: das hat bei mir angefangen als ich das erste mal am Landwirtschaftsamt in Hort gearbeitet habe.

00:06:24: da durfte ich mich viel mit Bebauungsplänen und Flächen- und Nutzungsplänne beschäftigen hab dann gemerkt okay das interessiert mich doch bis ich tiefgründiger habe mich daran auch in die Materie reingefuchst.

00:06:36: Und durch meine Ausbildung dann beim Landwirtschaftsministerium, also den Vorbereitungsdienst zum höhere landwirtschaftliche Dienst wurde das dann nochmal etwas gefestigt und entgültig.

00:06:46: auch der Wunsch Bürgermeister wird dazu wohl ergereift.

00:06:49: Dabei hatten sie ja nach der Schule erstmal ganz andere Pläne – Sie wollten Psychologie studieren!

00:06:55: Was hat sie denn daran interessiert?

00:06:57: Ja, bei mir war es jetzt nie so mit sechs Jahren okay.

00:07:00: Ich will Bürgermeister werden.

00:07:01: Ich hatte mehrere Wunschberufe tatsächlich während meiner Schulaufzeit.

00:07:05: Psychologie war dann in der neunten Klasse, zehnte Klasse ein bisschen angesagt.

00:07:10: Die Arbeit mit Menschen hat mich eben interessiert das Interesse zur Biologie damals und dann eben hier genau für die Psychologie auch die Prozesse, die eben diesem faszinierend organisch muss man wirklich sagen Gehirn stattfinden.

00:07:23: Dann waren aber auch Sportwissenschaften eine Idee und schließlich wurden es die Agrar-Wissenschaften.

00:07:28: Wie kam's dazu?

00:07:29: Muss ich aufpassen, nicht dass es so rüber kommt also ob ich jeden Tag meinen Wunschberuf geändert habe wie vorher schon gesagt.

00:07:37: Also nicht innerhalb von einem Jahr kam mir die drei Wunschberufe zustande.

00:07:41: Psychologie war sie dann eben in der neunte Klasse.

00:07:44: Notentechnisch war ich dann nie so gut unterwegs, von dem her war es für mich klar das ich da wahrscheinlich weniger Chancen hab ein Studium Platz zu bekommen und da ich damals schon gern Sport machte, heute immer noch gerne Sport mache.

00:07:56: Im Abitur dann auch die Konfächersport- und Biologie belegt habe – mit gutem Erfolg.

00:08:02: Lag dann auch Sportwissenschaften nahe.

00:08:04: Allerdings hat mir da wenn ich mich etwas näher damit beschäftigt hab, die Perspektive für mich persönlich gefällt.

00:08:11: So wurden es dann ohne mein Agrarwissenschafter, landwirtschaftlicher Bezug war vorhanden das Interesse an der Biologie dann klingt das doch gut für Studium der Agrarwissenschaften.

00:08:21: Als Bürgermeister kommen Sie auf mehr als fünfzig Arbeitsstunden pro Woche und dann kommt noch die Arbeit auf dem Hof dazu.

00:08:29: Sie haben schon gesagt, sie machen gerne Sport!

00:08:31: Was machen Sie wenn Sie frei haben?

00:08:33: Ist es der Sport?

00:08:34: Unter der Woche?

00:08:34: auf jeden Fall, wenn es funktioniert und mein Terminkalender auch her gibt, versuche ich natürlich zweimal in eine Woche in meinen Fußballtraining zu gehen.

00:08:44: Gelingt mir nicht immer, aber aktuell schon noch weil es gerade ein bisschen ruhiger ist weg der Feriezeit.

00:08:48: Wenn ich dann wirklich mal frei habe also mehrere Tage versuche ich dann schon ein bisschen abzuschalten, vielleicht mal Wander zu gehen und in den Urlaub zu verreisen.

00:08:56: Sie

00:08:56: wohnen aber nicht in Deatingen sondern in Bösingen!

00:09:00: Ich habe mal geguckt für die sich in Süden Deutschlands nicht so gut auskennen.

00:09:03: Elf Kilometer kommt hin.

00:09:06: Sie haben gesagt dort kann ich einfach der Felix sein.

00:09:09: wie wichtig ist Ihnen das?

00:09:11: Genau und für die wo sie jetzt überhaupt gar nicht auskenne... Dieting und Bösinger, da liegt noch der Neckar dazwischen.

00:09:17: Von dem her sage ich immer wenn ich Feier mache lasse sich alle Sorge in Anführungsstriche hinter dem Neckarr.

00:09:23: Mir ist es sehr wichtig das habe ich auch im Wahlkampf immer betont dass ich eigentlich nicht umziehen möchte in die gemeine Dietinger weil es doch dann nochmal eine gewisse Distanz ward.

00:09:33: und neben Bürgermeister gibt's natürlich auch noch ne private Seite und die sollte ja auch nichts untergehen.

00:09:40: Und da hilft mir dann eben diese Fahrt nach der Arbeit, um eben diese Sorge hinter sich zu lassen.

00:09:46: Dadurch dass wir zu Hause Eier verkaufen, erhielt ich dann irgendwann auch von meiner Kumpel den Spitznamen Eier Felix.

00:09:52: Der hat sich dann irgendwann gewandelt zur Eile Also die Kurzform von Eier-Felix.

00:09:57: So kann man also sagen Während der Heimfahrt vollzieht sich dann ein Wandel vom Bürgermeister Hetze zum Eile und das finde ich auch ganz gut.

00:10:04: Sie sagen von sich sie sind sehr gesellig aber auch sehr ruhig.

00:10:07: Warum sind da Stärken für Sie?

00:10:10: Geselligkeit, ich denke die braucht man durchaus als Bürgermeister.

00:10:13: Alles andere wäre wahrscheinlich ein bisschen Hemdlis auch in der Zusammenarbeit mit den ganzen Vereinen, die man hat und bei den Veranstaltungen, die dann auch die Vereine veranstalten.

00:10:23: Da geht mir dann gerne hin und das ist eine große Vorteil, die nicht bei mir eben sehe.

00:10:27: also es ist jetzt für mich kein Hemdnis dass sich zu so einer Veranstaltung muss.

00:10:30: Ich unterstütze Vereine gerne und gehe dann auch gerne zu den Veranstaltingen und da pflegt man ja dann auch längere Kontakt zur Bürgerinnen und Bürgern.

00:10:38: Die Ruhe ist selbst.

00:10:39: Ich bin ein ruhiger Mensch, ich höre gerne zu und überlege mir auch dreimal ob ich jetzt noch was von mir gebe oder nicht oder ob ich einfach mal akzeptiere.

00:10:48: Die hilft dann auch in Stresssituationen sei es beim Konflikten und die kommen eben als Bürgermeister.

00:10:54: Wod oder übeln wir mit sich?

00:10:57: Da lasse ich mich dann auch davon nicht anstecken und nehme einfach die ruhigere Position ein und die hitzige Situation lasse.

00:11:06: lasst dann auch die Menschen mal kurz überlegen, was sie da von sich gegeben hat.

00:11:09: Und auch unter Zeitdruck ist es mir wichtig, dass man auch seine Ruhe bewahrt und ein kühler Kopf verwahrt.

00:11:15: Weil ich denke wenn man sich davon Stress anstecken lässt hilft das nicht gerade

00:11:18: weiter.".

00:11:20: So jetzt haben Sie uns im Vorgespräch aber auch gesagt Herr Hitze ihre Freunde sagen manchmal können sie eine Nervenseege sein und auch mal provozieren.

00:11:29: Oh ja!

00:11:30: Wann kommt diese Seite zum Vorschein?

00:11:33: Oh Gott, ich denke da können meine Freunde oder meine Fußballkamera dann ein Lied davon singen.

00:11:38: Vermutlich kommt die Seite viel zu oft in mir zum Vorschein sehr regelmäßig sei es im Training aber vielleicht hin und wieder auch mal im Spiel.

00:11:47: Aber selbst der Gemeinderat ist davor nicht gefällt.

00:11:49: das haben sie definitiv ja schon gesagt.

00:11:52: ob ich gerne provoziere aber das gehört ein bisschen zu meinem Humor.

00:11:56: Das macht mich auch ein bisschen aus und mein Humor ist mir auch sehr wichtig.

00:12:00: Bei aller Anstaftigkeit, wo das Amt des Bürgermeisters Eber mit sich bringt und den aktuellen Problemes, mal die Stichwort Finanzausstattung der Kommune genannt macht es der Humor deutlich erträglicher dieses ganze Geschehen.

00:12:13: Das ist mir dann auch wichtig, weil sonst wird's doch ein bisschen trist.

00:12:17: Wann waren Sie das letzte Mal eine Nervensege?

00:12:19: Und worum gings?

00:12:20: Vermutlich gestern nach dem Fußballspiel.

00:12:22: Weil das Spiel nicht so gut gelaufen ist oder ...

00:12:24: Durchaus erfolgreich!

00:12:25: Wir haben drei Null gewonnen aber... Natürlich, die Mannschaftsleistung war jetzt in der zweiten Halbzeit nicht hervorragend.

00:12:31: Für demherr kann man da den einen oder andere Spruch dann nicht verkneifen.

00:12:36: Okay!

00:12:37: Ja und dann gibt es noch den Lego.

00:12:39: Nerd Felix Heetzel.

00:12:40: Da geht mir persönlich ja das Herz auf.

00:12:42: Sie bauen Star Wars und Herr Der Ringe Und können damit Tage verbringen.

00:12:46: Was fasziniert sie daran so?

00:12:48: Das klingt jetzt für die meiste Leute wahrscheinlich kindisch Wie der Baut legoe, dreißig Jahre alt, Lego ist doch was für kleine Kinder.

00:12:55: Aber Den meisten Leute, die sowas dann sagen, denen ergab ich meistens so ein kleines Set mit.

00:13:00: Die dürft sich da gerne mal etwas damit beschäftigen und die bestätigen immer, dass es doch sehr beruhigend ist und man auch gut runterkommt und definitiv auch Spaß macht.

00:13:09: Und man hat dann irgendwann die Einsicht, dass sowas doch ein tolles Hobby ist und nicht nur für die Kinder.

00:13:15: Ich mag am Lego-Bauer eigentlich diese Kombination aus Konzentration aber auch gleichzeitig abschalten.

00:13:21: Klar, ich muss mich konzentrieren, welchen Stellen muss ich auf der nächste setzen?

00:13:25: Aber es ist ein stupider Vorgang und von dem her kann man da echt ganz gut abschalten.

00:13:29: Und wenn wir dann mal mehrere hunderte Teile vor sich liegen hat, dann beschäftigt man sich einfach nichts oder mit nix anderem und das ist dann sehr beruhigend.

00:13:38: Bei mir rennen Sie damit auf jeden Fall offene Türen ein?

00:13:41: Ich bin großer Star Wars Fan!

00:13:43: Deshalb will ich jetzt wissen welche Modelle von Lego haben sie da schon gebaut.

00:13:47: Ja, Star Wars Modell habe ich einige in meiner Vitrine stehe.

00:13:52: Ah, angefangen beide... republikanische Sternekreuzer bis zum X-Flügler, dann habe ich einen Teeabfangjäger.

00:14:01: Dann hab' ich jetzt vor kurzem das Arzt-Vodetsbuchmodell gebaut eine Minifigur von Darth Vader und dann bleibt glaube ich noch ein Troidica übrig.

00:14:10: Von dem her geht mir jetzt so langsam der Platz in meiner Vitrine aus.

00:14:13: Limit wäre erreicht aber das schönste und größte Projekt von Lego und Modell das wäre Baradour also ausm Halla Winge Universum.

00:14:22: Dann auch mit Beleuchtung und da war ich dann durchaus auch fünf Tage lang beschäftigt, das Motto zusammenzubauen.

00:14:27: Wahnsinn!

00:14:28: Ja also ich teile die Leidenschaft absolut.

00:14:31: jetzt will ich aber natürlich auch wissen welche Figur aus Starboss finden Sie am coolsten?

00:14:36: Und warum?

00:14:37: Ich glaube dass sagt ganz viel über einen Menschen aus.

00:14:39: deswegen bin ich jetzt sehr gespannt auf die Antwort.

00:14:41: Die Antwort möchte ich mit einem Zitat beginne Hello there und zwar Obi Wan Kenobi Für mich die interessanteste Figur, klar wenn man jetzt nur die Filme schaut vielleicht eher nur angekratzt aber wenn man sich dann weiter mit dem Star Wars Canon beschäftigt und den weiteren Serien bekommt Obi-Wan Kenobi doch aus mehr Hintergrund.

00:15:02: Für die meisten ist Darth Vader Achtung Spoiler Alert oder Anakin Skywalker die tragische Figur.

00:15:08: Aber Obi-wan Kenobi hat eigentlich ähnliches erlebt wenn wir dann die Serie durchschaut und hat sich nie von der heller Seite also, als je die abgewandt und das finde ich dann schon eine gute Charakter, was eben Anakin Skywalker leider verwirrt blieb.

00:15:22: Aber er hat ja doch wieder zurückgefunden.

00:15:24: So

00:15:25: möge die Macht mit ihnen sein!

00:15:27: Immer!

00:15:28: Sie sagen wenn sie Lego bauen, dass ist wie ein kleiner Urlaub.

00:15:30: Können Sie dabei das Rathaus tatsächlich komplett vergessen?

00:15:34: Oder schwingt das immer mit?

00:15:36: Nee da kann man tatsächlich sehr gut abschalten.

00:15:39: Also es läuft dann so ab... Ich pack mein Set auf.

00:15:42: Das Handy wird näher bei mich hingelegt, falls irgendjemand anrufen sollte natürlich.

00:15:47: Und dann geht es an die Bauanleitung und die Teile werden zusammengebaut und da gehen schnell mal drei Stunden vorüber ohne dass man einmal auf das Handy schaut und das ist doch sehr entspannt.

00:15:57: Im Rathaus hat man ständig zehn Dinge gleichzeitig im Kopf aber beim Lego-Bauern ist eigentlich die Aufgabe ganz klar und da muss man herausfinden welches Teil aufs nächste folgt und das sind dann sehr beruhigend.

00:16:08: Wie ist das, wenn man mit dreißig Jahren schon Bürgermeister ist?

00:16:11: Dann muss es Menschen gegeben haben die einen auf diesem Weg geprägt haben.

00:16:15: Sie haben vorhin schon von ihren Eltern berichtet, die sie da begleitet haben.

00:16:20: sind es ausschließlich ihre Eltern die sie begleitet, beraten oder vielleicht auch mal angeschubst haben?

00:16:25: oder gibt's noch andere Menschen?

00:16:27: Nee tatsächlich meine komplette Familie also meine Geschwister und meine Eltern.

00:16:31: wichtig persönlich war mir auch noch dass ich der Rückhalt meiner Freunde habe.

00:16:35: von dem her waren das eigentlich einmal.

00:16:37: Die zweite Personenriege ist sozusagen die von meinem Vorhaber auf Fahrrad und die haben mich da immer unterstützt.

00:16:43: Und dann muss ich noch ein großer Gruß ausrichten an Christian Baron, das wäre der erste Bürgermeister von Schwelbisch-Gmünd.

00:16:50: mit dem habe ich damals in der Entstehungsphase vor diesem Bürgemeisterwunsch eben viel Kontakt gehabt.

00:16:55: Das war so die Person, die mir den letzten Stoß gegeben hat dass sich mich auch wirklich dazu traue für einen Bürgmeisterkandidat zu beworben.

00:17:04: Sie wollten ja erst mal in ihrem Heimatort Bösingen werden und wurden nicht gewählt.

00:17:11: Wie sind sie mit dieser Niederlage umgegangen?

00:17:13: Gott sei Dank sportlich!

00:17:15: Ich bin ein Sportsman, von dem her war mir das auch immer wichtig, dass ich mit einer Niederlage umgehe.

00:17:20: Ich hatte dann gar nichts zu verlieren, muss man auch sagen.

00:17:23: Ich war jung, ich war damals noch die Jahre alt, hatte einen fixen Job, keine Kündigungsfrist, gar nichts.

00:17:29: Chefs, die mich unterstützt haben, die mir wirklich den Freiraum für den Wahlkampf auch gegeben habe.

00:17:36: Und natürlich hat es auch Kraft gekoscht dieser Wahlkampf, aber diese Erfahrung die möchte ich wirklich nicht misse und die war auch Gold wert dann auch für den zweiter Wahlkumpf dann verdient.

00:17:46: Aber sie haben uns auch erzählt dass der Tag an dem da in Bösingen der erste Arbeitstag als Bürgermeister gewesen wäre für Sie besonders schwer war.

00:17:55: was ging Ihnen dadurch den Kopf?

00:17:56: Ja, da muss ich jetzt noch kurz ein bisschen ausholen.

00:17:59: Damals war ich noch im Hohe Loegreis beschäftigt also hundertsiebzig Kilometer von meiner Heimat entfernt.

00:18:04: Ich bin da immer morgens Montag meistens um drei viertel fünf losgefahren und freitags wieder zurück.

00:18:11: Und der Tag das war glaube ich der neunte erste zwei tausend tzeinundzwanzig wenn nicht mich richtig ins Sinne.

00:18:17: Das war so einen Tag an dem die Niederlage einfach nochmal richtig real wurde.

00:18:20: man stieg morgens in das Auto und hat sich natürlich gefragt wie hätte es sein können wenn es eben diese Wahl anders ausgegangen wäre, war der eine Tag.

00:18:30: Aber dann hat man's auch wieder abgehakt und natürlich das Leben geht weiter und das ist auch gut, dass man dann weiter gemacht

00:18:36: hat.".

00:18:36: Und heute sagen Sie sie seien froh darüber wie der Weg verlaufen ist?

00:18:40: Warum?".

00:18:40: Weil ich sonst nie da gelandet wäre wo ich aktuell stehe und darüber bin ich echt aus sehr froh, da ich mir auch mittlerweile echt nichts mehr anderes vorstellen kann... Ich lebe hier in der Region im Landkreis Rotwell, habe das Privileg die gemeine Dietinge zugestaltet Und habe trotz meiner Niederlage damals in der Bürgermeisterwahl im Bösinger trotzdem die Möglichkeit, meine Heimat Bösinger kommunalpolitisch zu gestalten.

00:19:04: Dadurch dass ich dann im Gemeinderat gewählt wurde, habe ich da sozusagen die Doppelfunktion und bin echt glücklich darüber wie alles lief und möchte wirklich wie vorhin schon gesagt nicht mehr

00:19:14: tauschen.".

00:19:15: Wenn ich jetzt zu Ihnen komme Herr Hetzel nach Dietingen – und ich besuche mit Ihnen zusammen Dietingen Und Sie wollen mir zeigen, was Ihre Gemeinde ausmacht.

00:19:23: Wo nehmen sie mich mit hin?

00:19:25: Gleich nachdem Sie mir Ihre Legosammlung gezeigt haben in Bösingen!

00:19:28: Dann fahren wir direkt über den Neckar nach Diedingen definitiv und dann schauen wir natürlich auch jeden der fünf Ortsteile an.

00:19:35: aber ich würde mit Ihnen zuerst an den höchsten Punkt der Gemeindefahrer das ist zwischen rote Zimmern und Göslinge auf dem Anhöhe.

00:19:42: da gibt es etliche Bänke wo man verweilen kann und da hat man ein wunderbarer Blick auf einen Teil der Kommune und auch auf dem Teil der Region, und kann schön Richtung Schwarzwald blicken.

00:19:53: Und von da aus wird es dann in jenen der fünf Ortsteile gehe, wenn ich da jetzt aber alles aufzähle was mir da anschaut.

00:20:00: Da sitzen wir morgen früh noch zusammen hier im Podcast Aber... Ich würde Ihnen empfehlen während der Fasenacht also der Faszingszeit hier vorbei zu kommen weil da können Sie sich dann auch wirklich gleich erleben wie ihr braucht um aber auch die Gesellschaft einfach gepflegt werdet.

00:20:15: Was hält denn diese fünf Ortsteile zusammen?

00:20:17: Was macht die gemeinsame Identität der Ortsteile in Deatingen aus?

00:20:22: Nun ja, jetzt ist die kommunale Form schon über fünfzig Jahre her und manches Zusammenschluss von den Kommunen geschah nicht gerade aus freie Stücke.

00:20:31: Und es sind sicherlich auch noch nicht alle Gräbe gefüllt.

00:20:35: Letztes Jahr konnten wir hier in der Gemeinde ein wunderschönes, fuchsigjähriges Gemeindeyubiläum unter dem Motto zusammenzufünscht feiern.

00:20:44: Klar kann man sagen, dass die fünf Ortsteile zwar ihren eigenen Charakter und ihre eigene Identität haben aber auch immer mehr zusammenwachsen.

00:20:54: So ist jetzt im Vereinsleben den Brauchtum wie zum Beispiel der Fasnacht oder auch kommunal durch den Zusammenschluss der Grundschule vor einigen Jahren Und das ist mir auch sehr wichtig, dass man hier zusammen wächst dieses Motto zusammen zu fünft auch lebt weil wir einfach an einem Strang ziehen müssen um die Kommune auch dann weiterentwickler zu können.

00:21:15: Was wir in diesem Podcast, Mensch Bürgermeister immer wieder hören ist wie wichtig das Ehrenamt ist.

00:21:22: Sie sagen noch funktioniert das bei Ihnen sehr gut aber sie schauen auch mit Sorge auf die Zukunft warum?

00:21:27: Ja gerade im ländlichen Raum ist das ehrengetragene Säule definitiv weil es eben auch Rahmenprogramm für die ganze Bevölkerung schafft.

00:21:34: auf Freizeitgestaltung.

00:21:36: Es wird ja immer von der Politik betont, wie wichtig das Ehreamt ist und das Ehrenamt gilt es zu stärken.

00:21:42: Letztendlich kommen dann aber politische Beschwisse raus die völlig in die falsche Richtung gehen.

00:21:46: Jetzt muss man jetzt zum Beispiel das Beispiel Feuerwehr erwähnen, die natürlich auch Veranstaltungen veranstaltert.

00:21:52: Und jetzt kommt eben diese Umsatzsteuer zwei B., die dann die Feuerwehr dazu verpflichtet, die Umsatzteuer gelten zu machen und dass natürlich ein bürokratischer Aufwand wäre da die Leute dann auch weniger Lust haben.

00:22:05: und wie will ich einen Kassier finden, der dementsprechend aufwandt hat.

00:22:09: Und das natürlich auch in seiner Freizeit macht.

00:22:12: Das ist jetzt so ein bisschen die Sorge, die mich begleitet oder auch andere Beschlüsse... Also man will es eher am Stolkaber, die Beschlüße sind immer irgendwie in die anderen Richtung geleitet.

00:22:22: Da würde ich mal gespannt, wie es die nächste Jahre weitergeht.

00:22:25: Weil natürlich das machen die alle im Ehrenamt, jeglicher Verein ist im Ehreamt geführt und wenn ich meine Expertise dann nicht mehr ausreicht um so einen Verein zu führen, dann scheitert des Ehrenamts leider auch irgendwann.

00:22:37: Und Sie sagen manche Menschen erwarten eine Art Helikopter-Kommune?

00:22:41: Was meint das und stört sie das?

00:22:44: Hier habe ich neulich ein sehr interessanter Artikel in einer Fachzeitschrift gelesen der dieses Wort sich ja eben an diese Helikoptereltern anlehend verwendet hat.

00:22:55: Damit meint man einfach diese Erwartungshaltung nach dem Motto, für jedes Problem soll die Kommune dann kommen und auch lösen also diese Vollkasko-Mentalität, die es in unserer Gesellschaft zunehmend gibt.

00:23:08: zum Beispiel der Baum vor dem Haus verliert Blätter soll die Commune kommen und den Baum einfach fällen ohne über die Lernfrischtfolge nachzudenken.

00:23:17: Nachbar macht irgendwas das einem nicht gefällt.

00:23:19: Die Gemeinde soll hier einschreiten.

00:23:22: Natürlich habe ich mir als Kommunen eine gewisse Verantwortung, aber in der Gemeinde kann und soll auch nicht jedes Problem das Einzelnen übernehmen.

00:23:30: Und schon gar nicht jedes Risiko abwenden.

00:23:32: Das ist einfach eine Utopie!

00:23:34: Ich spreche jetzt auch nicht explizit über Vorkommnisse in die Dinge.

00:23:38: Ich hab jetzt nur mittlerweile das Gefühl dass in unserer Gesellschaft immer zuerst das Problem beim Gegenüber gesucht wird dann statt sich zuerst mal selber zur Hinterfrage Definitiven Gesellschaftswändel wieder brauchen, dass es auch bei uns wieder bergauf geht.

00:23:55: Das wäre mir doch sehr wichtig!

00:23:57: Und Sie wünschen sich manchmal sogar ein Stück von der früheren Telefonbuchgesellschaft zurück?

00:24:02: Was vermissen sie aus dieser

00:24:03: Zeit?!

00:24:04: Der Mensch ist ja immer bisschen nostalgiegetriebe und bei diesem Thema ist das tatsächlich bei mir der Fall... ...das Telefonbuch also ein Buch in dem Name, Adresse und Telefonnummer von fast jeder Person aus dem Ort aufgelistet ist, unfrei verfügbar zudem noch.

00:24:22: In heutiger Zeit ist das eigentlich kaum hervorstellbar.

00:24:25: allerdings posten wir den Urlaub, den Familienausflug und die Hochzeitsbilder auf Social Media.

00:24:32: aber da wird dann ein Problem wenn im Amtsblatt oder auch in der Zeitung darüber informiert wird dass man zum Beispiel geheiratet hat.

00:24:40: Und wenn ich eben zurück an meine Kindheit denke wo dieses Telefonbuch noch präsent war, omnipräsent.

00:24:47: Die Einschuldungsbilder sind veröffentlicht worden in der Zeitung und es war noch kein Problem, dass man jemand gratuliert hat im Amtsblatt.

00:24:55: Da gibt's ja dieses prominente Beispiel aus Tübingen, wo der Überbürgermeister einem Achtzigjährige im Amtblatt gratulierte.

00:25:03: und dieser Wandel zurück wieder zur Telefomuchgesellschaft dass man alles nicht nur so kritisch sieht und auch Bordate dementsprechend veröffentlicht werden könnte.

00:25:14: Das treibt mich tatsächlich in die

00:25:15: Nostalgie.".

00:25:17: Sie wollen in Dieting gestalten, deshalb sind sie Bürgermeister geworden.

00:25:21: Wichtig sind ihnen die Themen zum Beispiel Klimawandel und Digitalisierung – warum gerade diese zwei Sachen?

00:25:26: Klimawandel, weil wir haben jetzt diesen Sommer hier in der Region auch unter dem Klimawendel zu laden gehabt.

00:25:33: Mehrere Woche kein Rägerfall hier in die Region und dementsprechend sieht natürlich auch die Natur aus.

00:25:38: Man fühlt sich ja im Sommer grad wie in Froskana bei den ganzen Wiesen, wo brand sind.

00:25:43: Und daher ist mir wichtig dass mir als Kommune nicht nur die Probleme für heute verwalten sondern uns anpasset für Probleme, die auch in Zukunft kommen und die ja wissenschaftlich auch so nachgewieses sind.

00:25:54: Und da gilt es jetzt zum Beispiel beim Klimawandel, dass wir unsere Kommune langfristig resilient und auch zukunftsfähig machen.

00:26:01: Stichwort Bäume wieder – also mir ist das persönlich hart eben anliegen, dass man auch Bäume pflanzt, weil die eben wichtigen Schatten spenden wenn man mal im Hochsommer an der Straße entlangläuft ohne jeglichen Baum dann hat den Temperaturunterschied und so können wir uns dann dauernd im Klimawandel anpassen.

00:26:17: Und bei der Digitalisierung geht es für mich als Drehsjährige sowieso vor allem darum, Verwaltung einfacher zu machen und besser zugänglicher auch.

00:26:26: Die darf zwar kein Selbstzweck sein in die Digitalisierung aber sie müssen Menschen im Ende etwas bringen entweder in dem Prozess vereinfacht oder schneller gemacht wird, aber ich muss natürlich aufpassen dass sich keine Altersschicht oder dementsprechende Personen abhänge mit denen digitale Angebote weniger anfangen können.

00:26:46: Und wenn wir uns jetzt in zehn Jahren wieder hier treffen, woran würden Sie erkennen dass sie Deatingen so mitgestaltet haben wie Sie es sich heute wünschen?

00:26:53: abgesehen dürfen das bestimmt ganz viele Bäume mehr stehen.

00:26:55: Das wollte ich gerade erwähnen.

00:26:57: Ein Punkt wäre natürlich die Anzahl der Bäume im Gemeinde nicht nur innerer sondern auch außerhalb der Ortschaft.

00:27:05: da gibt es auch noch einiges zu tun.

00:27:07: Ich würde wahrscheinlich nicht an einzelne Gebäude oder Projekte festmachen.

00:27:12: Klar habe ich auch im Wahlkampf bestimmte Ziele mir gesetzt, wie z.B.

00:27:15: die Dinger als Gewerbestandort weiterzuentwickeln.

00:27:18: hier sind wir auch schon auf einem guten Weg.

00:27:20: Ich würde mich einfach wünschen dass die Dinge weiterhin eine Gemeinde ist in der Menschen gerne lebt sich weiterhin eher endlich engagieren können Auch die Rahmenbedingungen dafür.

00:27:30: vorfindet das mehr in unseren fünf Ortsteilen.

00:27:33: Die sind auch weiterentwickelt, ohne dass sie ihre Identität verliert.

00:27:37: Hoffentlich finanziell wieder solide aufgestellt sind, da haben wir gerade Probleme.

00:27:42: die Infrastruktur hat funktioniert und wird dann eben bei dieser Thema Digitalisierung und Klimawandel nicht hinterher hinkert.

00:27:49: und am wichtigsten ich möchte das die Menschen sagen hier hat sich irgendwas entwickelt aber wir sind trotzdem Dietingern geblieben Und natürlich für mich als Bürgermeister hoffe ich, dass ich in zehn Jahren trotzdem noch Bürgemeister in Dietingen sei darf.

00:28:02: Da ist dann ja in sechs Jahren wieder die Wahl von dem erhofft, Herr Brinkmann das wir uns in zehn Jahre auch in Dietinger wieder treffen können.

00:28:08: Ja!

00:28:08: Ist gebonkt wenn dabei herhälte.

00:28:10: Ganz ganz lieben Dank für das offene Gespräch.

00:28:12: Danke schön.

00:28:13: Rechtherzlichen Dank auch an Sie Herr Brincmann.

00:28:15: Das war

00:28:15: Mensch Bürgermeister in Dietingen.

00:28:17: ich bin Olaf Brinkbahn und ich freue mich wenn sie auch beim nächsten Mal wieder dabei sind.

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