„Nahbar, kreativ, unbequem normal“ - Ferdinand Truffner, Bürgermeister von Empfingen

Shownotes

Ferdinand Truffner ist ein Bürgermeister, der auffällt. Er dreht humorvolle Videos, trägt Hoodies mit Gemeindelogo, steht mit The BossHoss auf der Bühne – und läuft an der Fasnet als Strohbär mit 35 Kilo Erbsenstroh durch Empfingen.

In dieser Folge von „Mensch, Bürgermeister!“ spricht der Bürgermeister von Empfingen darüber, warum Kommunalpolitik für ihn vor allem Gestaltung bedeutet. Es geht um einen außergewöhnlichen Wahlkampf, um große Projekte in einer kleinen Gemeinde und um die Herausforderung, moderne Kommunikation in die Verwaltung zu bringen.

Ferdinand Truffner erzählt, weshalb er schon früh auf Social Media, Videos und direkte Ansprache gesetzt hat – lange bevor das für viele Rathäuser selbstverständlich wurde. Er spricht über Ehrenamt, Vereinsleben, Heimatgefühl und darüber, warum gute Kommunalpolitik nicht nur sachlich, sondern auch menschlich sein muss.

Außerdem geht es um Familie, Dauererreichbarkeit und die Schwierigkeit, als Bürgermeister wirklich abzuschalten. Und um die Beobachtung, dass Politik aus seiner Sicht oft zu glatt geworden ist. Eine Folge über einen Bürgermeister, der seine Gemeinde nicht verwalten, sondern bewegen will.

Mehr Infos zur Gemeinde Empfingen gibt es hier: https://www.empfingen.de Gemeinde Empfingen auf Instagram: https://www.instagram.com/gemeinde_empfingen/ Gemeinde Empfingen auf Facebook: https://www.facebook.com/GemEmpfingen


„Mensch, Bürgermeister!“ ist der Podcast, der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister als Menschen zeigt. Abseits von Terminen, Sitzungen und Schlagzeilen erzählen sie, was sie bewegt, antreibt und manchmal auch zweifeln lässt. Es geht um Verantwortung, Heimat, Familie, Entscheidungen – und um die Frage, wie Politik vor Ort menschlich bleiben kann.

📣 Aufruf – Mitmachen erwünscht Sie sind ebenfalls Bürgermeisterin oder Bürgermeister und möchten zeigen, wer Sie jenseits des Amtes sind? Dann melden Sie sich bei uns und werden Teil von „Mensch, Bürgermeister!“. Wir freuen uns auf ehrliche Gespräche, persönliche Einblicke und Ihre Geschichte. Kontakt: hallo@podcast-factory.de bzw. https://mensch-buergermeister.de

Über die Podcast-Factory Die Podcast-Factory produziert journalistisch hochwertige Audioformate für Hochschulen, Verbände, Kommunen und Unternehmen. Mit klarer Sprache, fundierter Recherche und professioneller Produktion entstehen Podcasts, die Wissen vermitteln, Nähe schaffen und Geschichten hörbar machen. Mehr Informationen gibt es hier: www.podcast-factory.de

Transkript anzeigen

00:00:01: Mensch

00:00:01: Bürgermeister.

00:00:05: Mensch Bürgemeister!

00:00:07: Heute mit Ferdinand Truffner, Bürgemeister von Empfingen Zwei-tausendneunzehn steht er plötzlich mit The Boss Horse auf der Bühne, Trompete in der Hand einfach mal bei einem Wettbewerb mitgemacht und gewonnen.

00:00:20: Und wenn im Empfingen fassnet ist, dann wird aus dem Bürgermeister ein Strohbeer bis zu fünfunddreißig Kilo Erbsenstroh am Körper stundenlang unterwegs – der sportlichste Tag seit des Jahres!

00:00:32: Ferdinand Truffner ist einer, der voller Energie steckt.

00:00:34: Der Humor hat, der Dinge anschiebt und der vorangeht.

00:00:38: Sein Altlandrat nennt ihn auch den Festbürgermeister – er selbst sagt ein guter Bürgermeist muss auch viel lachen können!

00:00:45: Ich bin Olaf Brinkmann und begrüße Ferdinalt Truffener bei Mensch-Bürgermeisters Herr Truffler.

00:00:49: Schön, dass ihr da seid.

00:00:50: Grüß Gott

00:00:52: Ertroffene, mit The Boss Horse auf der Bühne geht der Puls da nach oben.

00:00:56: Der Puls war oben aber bei mir geht er regelmäßig wegen anderen Themen nach oben

00:01:01: und sie sind bekannt für spektakuläre Auftritte.

00:01:04: Sie haben auch schon im goldenen Anzug im Rathaus für ein Video gesungen.

00:01:08: ich habe es gesehen Aber erklären Sie mal warum?

00:01:10: Wie kam's dazu?

00:01:11: Wir hatten in den Jahren die Jahr zwölfhundfünfzig Jahre feierter Gemeinde Und in dem Zusammenhang haben wir dann eine Musikvideo gedreht.

00:01:17: und ja ich sage jetzt mal das Videoteam hat schon Musikvideo mit Crow gedreht und jetzt war sie dann auch in Empfingen im Bürgermeister unterwegs.

00:01:25: Ich habe das Video gesehen und kann nur sagen bei YouTube einfach mal nach Ferdinand Truffner suchen, da müsste man Sie finden?

00:01:32: Ja ja, da finden wir auch noch andere Videos!

00:01:35: Sie wussten schon im Studium in Ludwigsburg ich will Bürgermeister werden.

00:01:40: Warum ausgerechnet Bürgereister?

00:01:42: Ganz einfach als Bürgemeister können Sie sehen was Sie gearbeitet haben.

00:01:46: also wenn der Schachteklick kleppert Können Sie das beheben?

00:01:49: In den Bundestag oder im Landtag wird es schwierig, dass sie da konkrete Ergebnisse erzielen.

00:01:54: Als Bürgermeister können sie gestalten und ihre Gemeinde voran bringen, Ideen setzen, Visionen kreieren und dann auch mit dem Burgern umsetzen.

00:02:01: Das ist halt die Basis der Demokratie und das hat mich schon immer

00:02:04: fasziniert.".

00:02:05: Und sie hatten ja damals eine ziemlich konkrete Wunschliste für die Gemeinden, die sie übernehmen wollten – schuldenfrei, katholisch geprägt, starkes Vereinsleben und möglichst keine Brücken!

00:02:15: Wie kommt man darauf?

00:02:16: Ja, das ist ein bisschen abgespaced.

00:02:18: Also schuldefrei ich ganz klar mit wenn Sie keine Schulden haben können sie gestalten.

00:02:22: Das ist ganz logisch.

00:02:23: Katholisch geprägt hat der Weißmann bei uns im Land... Wenn es katholisch geprägt ist gibt's ordentliche Fasnit und bei uns ist er schwäbisch alemanische Fasnet und da kommen auch mal die Sau raus lassen.

00:02:34: Und ein starkes Vereinsleben ist ganz einfach.

00:02:36: das Ehrenamt in der Gemeinde ist dann auch da!

00:02:39: Man kann es als Bürgermeister nutzen Und wenn Sie, wie gesagt haben, möglichst keine Brücken.

00:02:45: Ja?

00:02:45: Brücken kosten Geld!

00:02:47: Vor allem in der Sanierung und in Unterhaltung... ...und viele Gemeinden haben marode Brücken und dann ist halt auch das Geld weg.. ..und dann lieber keine Brücke und deshalb ein bisschen mehr Geld in der Tasche.

00:02:57: Und Empfingen hat keine Brücken.

00:02:58: oder haben sie als erste Amtshandlung alle Brücken wegschaffen

00:03:01: lassen?!

00:03:01: Wir haben Brücke aber die Kinder-Auto-Bahn-Gesellschaft also.

00:03:04: So!

00:03:06: Dann kam irgendwann der Satz von einem Bürgermeistermacher.

00:03:09: Ich hab da was für dich.

00:03:10: Empfing'n Erst mal, was ist denn ein Bürgermeistermacher?

00:03:14: Ein Bürgemeister-Macher?

00:03:16: ist jetzt eine Akkentur oder jemand der sich auskennt mit Wahlkampf.

00:03:21: Bürgmeister in Bad Rüderberg sind meistens so, dass sie meistens in Muticsburg oder Kälmer studiert haben und die Verwaltungslaufbahn gemacht haben.

00:03:26: Die Verwaltungstienste, Ongo an Amtsleiter oder an Stelle haben in der Verwältung und nicht so wirklich wissen, was ein Wahlkampff bedeutet.

00:03:33: Auf was muss ich achten?

00:03:34: Was bedeutet Marketing?

00:03:37: Gestaltung von Homepage, Social Media und so weiter.

00:03:39: Und da gibt es Menschen und Agenturen die einen unterstützen natürlich gegen Geld und auf Volksprämie.

00:03:46: Aber solche Leute braucht man.

00:03:47: und ich würde auch immer sagen, genieh' in einen Wahlkampf ohne jemanden der Wahlkampf kann.

00:03:52: Eben!

00:03:53: Also dreizehn Kandidatinnen und Kandidaten gab's am Ende.

00:03:56: Sie haben mit über achtzig Prozent gewonnen.

00:03:59: Ist Wahlkumpf genau Ihr Ding oder war es die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeistermacher?

00:04:04: Einmal war sie Zusammenarbeit im Bürgemeistermache und andererseits war das natürlich auch so.

00:04:08: Ich war der einzige Fachmann bei den wilden Drehzinnen, sage ich immer.

00:04:14: Der Empingen hat ja ein anderer Weg gewählt für die Barkampagne oder dass man Aufruf hat für der Bürgermeisterkandidatur und es muss dann schon ein bisschen mehr dabei sein.

00:04:23: also das ist natürlich so.

00:04:25: ich war vom Fach bin Vereinsmensch ich komme aus der Region und es hat einfach gepasst.

00:04:30: im Gemeinderat hat man gesagt das hat einfach gepasst wie der Arsch auf Eimer.

00:04:35: Das sagt schon viel aus

00:04:36: Den fast brückenlosen Eimer als er ihnen Empfingen vorgeschlagen hat.

00:04:40: Was war denn ihr erster Gedanke?

00:04:42: Ja, Empfinge weiß jetzt auf meinem Tableau weil ich aber durchaus anders orientiert war in der Region weniger in das hohen zollerische Gebiet.

00:04:49: Aber ich bin mit meiner Frau hingefahren und habe mir gegangen mal an einem Dorffest durch den Ort und sehe, ob die Leute wie freundlich sind oder ob es passt.

00:04:56: Das muss ja immer passen!

00:04:57: Es ist schon eine Liebe auf beide Seiten.

00:05:02: Das heißt Sie haben dann vor Ort direkt einen Casting gemacht mit den Einwohnern oder wir haben sie an dem Abend dann festgestellt Das könnte passen.

00:05:09: Da sitzt man an der Biertisch, nimmt eine rote Wurst und ein Bier und dann schwezt man mal mit der Leid.

00:05:14: Und dann mord man, also man mordt dann ob einem die Sprache auch liegt.

00:05:18: Wenn ich das gewusst hätte jetzt Wurst und Bier mitgebracht aber das habe ich nicht.

00:05:21: Die Gemeinde hat damals zusätzlich noch mit Plakaten an der Autobahn und einem YouTube Video nach Kandidatinnen und Kandidaten gesucht.

00:05:29: Wie verrückt war dieser Wahlkampf?

00:05:31: Also es wurde auf der Sorge im Gemeinderat getragen dass man sagt wie findet man den jetzt ein geeigneter Kandidater landaufland ab?

00:05:38: Nehme die Kandidatin einfach ab.

00:05:39: Früher haben sich zwei drei Fachleute dualiert oder konkurrierts in dem Wahlkamp.

00:05:44: Das ist heutzutage nicht mehr so.

00:05:45: Da wird gezielt ausgesucht, ob jemand anderes auch unterwegs ist oder nicht und der Gemeinderat hatte einfach Angst dass kein Kandidat, kein geeigneter Kandidaten aufs Tableau kommt und haben dann einfach diese kreative Art genützt an den Autobahnen mit einem Großplakat zu suchen und das YouTube-Video, das ja dann eingeschlagen ist wie eine Bombe bis nach Deutschland und da haben sich auch zwölf Mitbewerber dafür interessiert Bürgermeisterin empfingen zu werden.

00:06:11: Auf jeden Fall ein Beispiel auch für andere Kommunen.

00:06:14: Wenn Sie sich mit drei Worten beschreiben sollen, dann sagten sie mal jungfrisch und frech wie würden denn Ihre ängsten Freunde Sie beschreiben?

00:06:22: Sehen die das genau so?

00:06:24: Die Ängsten Freunden würde sagen ist ein supergeiler Typ.

00:06:27: Da

00:06:28: müssen sie schon selber fragen!

00:06:31: Jung, frisch und frech war mein Wahlkampf-Slogan für der Gemeinderate in Roterdogam.

00:06:35: Ah, okay!

00:06:36: Jung, Frisch und Frech.

00:06:37: ein junger Fuchs unter alten Hasen.

00:06:40: Die zureiche Sprüche falle zieh auf und ich sag jetzt mal das Junge ist weg, das Frische ist vielleicht manchmal auch weg aber das Freche, das bleibt.

00:06:48: und so der Schelm im Nacken, das bläht halt auch bei mir.

00:06:51: Aber meine engsten Freunde würde sagen es ist ein super geiler Typ.

00:06:55: Sie nennen sich selbst abgedreht und zielorientiert.

00:06:57: Das mit dem Abgedrehte, das kriege ich schon so ein bisschen mit.

00:06:59: Genau!

00:07:00: Was war denn Ihre bisher verrückteste Idee als Bürgermeister?

00:07:03: Ich weiß nicht wie lange wir Aufnahme machen wollen, dass sie die verrücktesten Ideen sammeln wollen.

00:07:08: Nein, das ist ja eine ganze Reihe.

00:07:10: Das gehört einfach vorzu... Ich bin in den Amtskommens im Jahr zwei Jahrzehnte gekommen Und mein Vorgänger war über dreißig Jahre Bürgemeister hier und ich bin halt jüngere Generation, eine ganz andere Generation.

00:07:20: Wir sind eigentlich zwei Generationen schon übersprungen Und da war es einfach so.

00:07:24: das Thema, ich mache da gar mit an der Fasnet bei den Bütterädern beim Bühneprogramm.

00:07:28: Bei Videos und so weiter.

00:07:30: Mir hat er dann relativ schnell also Boschos mit einem großen Festival in Empfingern.

00:07:35: Ja.

00:07:35: In dem Jahr zwei Tausend Zwei zwanzig hatte mir die Zwölfe von fünfzig Jahren fei und da hatten wir uns schon nicht alles zugetraut und er gesagt kriegt ja wirklich die ganzen Sponsorengelder hin, kriegt ihr das Ganze umgesetzt?

00:07:45: Ich habe durchaus geliefert... Also gehe jetzt mal voraus dass es auch so wahrgenommen wurde und habt dann einfach die Ideen danach umgesetzt.

00:07:52: Und habt dann gesagt, komm wir machen das!

00:07:53: Wir probieren es!

00:07:54: In Empfing ist tatsächlich so... Wenn Sie mit einer neuen Idee um die Ecke kommen, ist nicht immer gleich die Begeisterung vorhanden.

00:08:01: Die Begeistung gewinnt man durch das Mitnehmen der Bürger oder der Beteiligte, der Ehrenamtlichen zu zeigen, ja, es funktioniert.

00:08:08: Und seit dem Jahr zwei Tosentzweiher zwanzig ist das ein Selbstläufer in Empfingen.

00:08:12: Und die fritrische Idee zählt.

00:08:14: Schuhe mit einem eigenen Logo dazu, aber auch irgendwelche andere Dinge wo man sagt Das ist einfach der Trufner in Empfingen, der macht solche Ideen.

00:08:24: Und das zeigt auch in der Region, dass man solche Idee offens gegenüber sein kann und da braucht es kein Erwachsen, was die Marke-Impfigen dann vielleicht mal ausmacht.

00:08:34: Schuhe mit dem eigenen Logo?

00:08:36: Wie sehen sie aus?

00:08:37: Sportlich modern so wie die Gemeinde auch ist!

00:08:39: Und die werden

00:08:39: gekauft?!

00:08:40: Die Schuhen waren eigentlich nur zum Gag von den Mitarbeitern, die haben gesagt kommen wir jetzt nicht mal eine Idee nach... Man ist ja im Internet dann unterwegs und hat die Schuhe aus einem Blau, der Gemeinde mit dem eigenen Logo.

00:08:54: Und sie ist sehr richtig sportlich und modern.

00:08:55: Sie passt auch zu einem Anzug.

00:08:57: Damit alles läuft stehen Sie morgens um sechs Uhr fünfundfünfzig auf haben Sie uns gesagt.

00:09:03: und Sie sagen auch um sieben Uhr fünfzehn sitzen Sie im Rathaus.

00:09:07: Zwanzig Minuten!

00:09:08: Wie weit haben Sie es denn bis zum Rathaus?

00:09:10: Und wie kriegen Sie das vom Aufstehen Zuhause bis zum Hinsetzen im Büro so schnell hin?

00:09:15: Aufstehen, anziehen, Wasser ins Sicht und los geht's.

00:09:18: Ich trinke keinen Kaffee noch nie Kaffe getrunken.

00:09:21: Also fünf Minuten weg vom Rathaus.

00:09:23: also ich wohne auch hier mit der Familie im Ort und muss Ihnen ehrlich sagen ich sitze nicht dem Rathau.

00:09:29: sie steht den ganzen Tag am Schreibtisch.

00:09:31: das heißt Sie haben einen Höhen verstellbaren Schreibtische?

00:09:34: Ja ich kriege die gar nicht mehr runter.

00:09:35: Haben sie kaputt gemacht, oder?

00:09:37: Nein.

00:09:37: Also Zeit im.

00:09:39: höheverstellbare Schreuztischern haben natürlich auch die Mitarbeiter im Rathis ist es einfach für mich angenehmer zu stehen und so arbeiten.

00:09:45: Ich sitze oft genug in Besprechungen

00:09:47: Die ganz coolen.

00:09:48: das habe ich auch mal in dem Bürgermeisterbüro gesehen.

00:09:50: Er hat entweder noch ein Laufband dann da vorne stehen vor dem Höhen verstellbaren Schreibtisch Oder einen Minitrampolin.

00:09:56: Gibt sowas auch bei Ihnen?

00:09:58: Nee, das habe ich nicht.

00:09:59: Also Trampolin... Das wäre durchaus eine Idee!

00:10:01: Also Trampolin aber dann müsst ihr aufpassen dass es gegen die Dicke knallt.

00:10:06: Da wo ich das gesehen habe, die Dame war in der Lage auch während des Springens zu tippen.

00:10:10: Das muss man erst mal hinkriegen.

00:10:12: Sie sagen auch sie genießen die Zeit morgens bevor die anderen kommen?

00:10:15: Wann kommen die denn?

00:10:16: Wie viel Zeit haben sie?

00:10:17: Im

00:10:17: Rathaus öffnet um acht Uhr von Montag bis Freitag und kurz vor achtzehn sind die meisten da.

00:10:23: also so halbe Stunde hab' ich schon noch Luft.

00:10:25: Und diese ruhige Zeit, die ist ihnen wichtig.

00:10:28: Ja da gucke ich mal doch die Zeitung und fliege mal drüber, checkt mal noch ein paar Mails und gucke auch mal in Tagesablauf was wir sind noch vorbereitet für umgehende Termine.

00:10:36: Mittags geht's dann zum Essen nach Hause.

00:10:39: jetzt haben sie schon gesagt Sie haben es ja nicht weit.

00:10:40: das geht zu ihrer Frau und den Kindern.

00:10:42: wie schwer ist es denn manchmal für sie Bürgermeister-und Familienmensch gleichzeitig zu sein?

00:10:47: Schau so Frage die bist du jetzt mal meiner Frausteller?

00:10:56: Es ist sehr schwer, das zu drinnen.

00:10:59: Ich als Bürgermeister bin so aufgewachsen.

00:11:02: Erreichbarkeit XXVII.

00:11:04: Das ist durch die neue Medien-Social Media WhatsApp und so weiter.

00:11:08: Da ist man dann immer irgendwie ein bisschen unter Strom und das Abschalt ist da sehr schwer.

00:11:12: Meine Frau sagt immer Legs Handy weg!

00:11:14: Man macht eine Handyfreie Zone!

00:11:16: Es geht halt nicht hin.

00:11:18: Das heißt, der Blick wandert dann nervös zum Handy was zwei Meter entfernt in der Ecke liegt oder?

00:11:23: Ja, er blinkt dann immer mal wieder.

00:11:24: Oder es ruft jemand an und so weiter.

00:11:26: ja... Aber so möchte ich sie auch von meinem Gegend über.

00:11:29: Wenn ich jetzt ein Thema habe, möchte ich das, dass es jetzt bearbeitet wird nicht erst ein paar Tage später, wenn ich jetzt eine Mail schreibe, möchte Ich, dass sie jetzt bearbeitet wird und nicht erst später.

00:11:40: Und das ist dann immer so ein Gegenüber, wen man sagt, ha Sie sind aber schnell sage ich das erwarte ich von meinem Gegenüber auch!

00:11:45: Dann geht's auch vorwärts.

00:11:47: Aber Mittwochs Nachmittags und Freitagnachmittags nehmen sie sich frei.

00:11:52: Wie kommt das bei den Bürgerinnen und Bürgern an?

00:11:54: Ja, Mittwoch Nachmittag und Freidagmittags habe ich frei.

00:11:57: Mittwoche Nachmittage ist ein ganz einfacher Grund.

00:11:59: Da hat unsere Gartnerie und auch unser Metzgerurt geschlossen.

00:12:03: Wieso soll denn der Bürgermeister da unterwegs sein?

00:12:05: Nein!

00:12:05: Spass bei Satan.

00:12:07: Meine Frau hat ganz klar gesagt es muss gewisse Freiräume regelmäßig einräumen für Familie, Kinder oder sonst was.

00:12:13: Das hängt ja auch noch ein bisschen mehr darin.

00:12:16: Anfang war das durchaus schwierig, da waren es ein bisschen so.

00:12:19: was macht der Bürgermeister denn jetzt?

00:12:21: Mittlerweile ist es ganz normal.

00:12:23: Das sind jedem normale Berufe.

00:12:25: Der Bürgemeister ist auch ein Beruf und da muss man sich die einen oder anderen Freiräume schaffen.

00:12:31: Und jüngere Amtskollegen haben mich schon gefragt wie man das machen muss von Anfang an durchziehen sonst wenn du später erst einführst dann wird das schwierig.

00:12:45: Und da ist es doch gut, dass es diesen Podcast gibt.

00:12:47: Der hoffentlich von vielen anderen Bürgermeisterinnen und Bürgermaistern gehört wird um die sich dafür vielleicht auch ein Beispiel dran nehmen wollen.

00:12:53: Ihr Sohn wird manchmal angesprochen als der kleine Bürgereister?

00:12:57: Wie fühlt sich das denn für den großen Bürgemeister an?

00:13:00: Also mich nervt es!

00:13:02: Man merkt dann schon ganz genau wie Elton mit ihrem Kind unter Heim über das Thema Kommunalpolitik was macht der Bürgerveister?

00:13:10: und so weiter sprechen.

00:13:11: Und da ist man schon öfters mal auf der Zunge gelegen, da meine Meinung zu sagen.

00:13:15: Ich nehme da keine Plattformen und mein Sohn lacht darüber aber weiß schon dass es ihn auch ein bisschen beschäftigt.

00:13:22: Und er ganz genau weiss das beschäftige ich mich auch.

00:13:24: Aber bei mir weiß ich schon wie sie daheim am Tisch über die Truffnuss sprechen und das nehmt mich dann schon wahr.

00:13:32: Ihre Kinder sind in Kita und Schule und da wurde auch schon gefrotzelt als saniert worden.

00:13:38: was macht das mit ihnen?

00:13:39: Sie müssen sich so fast schon lieb hingekommen.

00:13:41: Ich habe gesagt, wir bauen jetzt eine neue Kindergabe und klar, man hat da große Diskussionen gehabt.

00:13:46: Meine Frau war schwanger auf Himmel im Osterkind.

00:13:49: Da bauten wir jetzt irgendwie ein Kita.

00:13:51: Ja, klar!

00:13:51: Der Sohn kommt jetzt auf die Welt.

00:13:53: Jetzt kommt er in die Schule.

00:13:54: Dann muss man die Schule sanieren.

00:13:58: Aber bei solchen Aussagen habe ich den schon gegengeantwortet und gesagt ja, den Friedhof haben wir auch saniert?

00:14:03: Was soll das jetzt bedeuten?

00:14:06: Es ist halt mehr Dorf.

00:14:07: Wir sind hier in einem Urschwebisch und solarischen Dorf.

00:14:11: Und da wurde natürlich viel über die sogenannte Gartenmauer oder der Garter Zaum gesprochen, und dann irgendwelche Gerüchte in die Welt gesetzt.

00:14:19: Da muss man irgendwann drüber stehen.

00:14:20: Irgendwann bekommt man als Bürgermeister mit den Anziehern immer ein breiteres Kreuz und passt dann selber nicht mehr durch die Tür aber hat dann die ganzen Themen, die perlenden Einungen mal ab.

00:14:30: Man muss auch manchmal die Meinung sagen und ich bin kein Typ Mit der Meinung hinterm Zaun hält, sondern ich sag dann auch was ich denke.

00:14:39: Die große Waffe ist da glaube ich auch der Humor

00:14:41: oder?

00:14:41: Ja also ohne Humor gab es ja einige Kabarettisten die das sagen, da schritt er nur den Ragerplatz an.

00:14:47: Sie tragen ja auch nicht ständig Anzug und Krawatte lieber Hemd Pulli oder Hoodie, warum ist Ihnen diese Lockerheit auch so wichtig?

00:14:54: Weil ich manchmal immer sage man muss auf Augenhöhe begegnen.

00:14:57: Natürlich kann er Anzug und Krawatte tragen wenn jetzt so Band gehe oder sonst was zum Finanzamt.

00:15:03: Nein aber man soll sich auf Augen Höhe begegnet und sie seh es immer auf meinen Hoodies oder meinen Pullis oder meinen Polo Shirts da ist das Empfinger Logo.

00:15:12: Also ich gehöre zur Firma empfingen und das möchte ich nach außen tragen.

00:15:16: Wenn Sie jetzt durch Ihre Gemeinde laufen, haben sie uns gesagt sehen Sie überall Arbeitprobleme oder neue Ideen?

00:15:23: Sie haben vorhin auch schon gesagt zu Hause abschalten ist schwierig das Handy immer im Blick.

00:15:27: wie sind das unterwegs?

00:15:28: kann man als Bürgermeister überhaupt mal richtig abscheiden?

00:15:32: Man kann schon abschalter aber es ist schwer im eigenen Ort.

00:15:34: also wo ihr dann mit dem?

00:15:35: Wenn ein Kinderwagen unterwegs war, da bin ich über die Feldwege gelaufen oder sonst wo und habe dann Fotos gemacht.

00:15:41: Und nebenher so irgendwie vom Nachruf geschlagen wird der Bauhof dann beschäftigt.

00:15:46: Das ist schwer.

00:15:47: Man sieht immer mal wie das geschäft.

00:15:48: Mensch ist sehr disgeschäftnet wenn sie im eigenen Ort unterwegs sind aber ich sehe es halt irgendwie und kann dem Orts nur selbst etwas abschalten.

00:15:55: Wenn ich sage Akkulis Bier auf der Terrasse dann keine gute Abscheider.

00:16:00: Und wenn ich richtig abschalte, dann muss ich raus ausm Ort weg von der Gemarkung.

00:16:04: Was

00:16:04: sehen Sie denn, wenn sie so unterwegs sind?

00:16:05: Wenn Sie jetzt in der Freizeit spazieren gehen was ist Ihnen da schon so aufgefallen wo Sie sagen da musste damals etwas gemacht werden?

00:16:11: Ich

00:16:11: glaube gar nicht welche Schilder kaputt sind, wo es Unkraut wächst, welche Mülleimer überquellet, wo dann wieder Hundekotbeutel eben in der Flur rumliegt.

00:16:19: man sieht halt auch Idee wenn ich sage hat das gibt mir doch mal umgestaltet diesen Platz oder kann das mal machen oder hier können wir einen anderen Platz gestalten.

00:16:26: Das sind auch Ideen.

00:16:27: also meistens kommen dann durchaus neue Ideen.

00:16:30: Ja, neue Ideen.

00:16:30: Sie haben YouTube-Videos eingeführt und eine Gemeindeapp Puschnachrichten aufs Handy war Ihnen schon früh klar Verwaltung muss moderner und persönlicher werden?

00:16:40: Wann kam das?

00:16:41: Also das Mitteilungsplatz so wie man es aktuell immer noch kennt Das hat ja nicht.

00:16:45: jeder Zeitung liest nicht die Eber Videos schaut sich viele Leute in und im Jahr zwei tausend acht bin ich jetzt am Kommen Und das erste war eigentlich Facebook einzuführen und dann auch zu sagen Ja, wir pauken auch Videos.

00:16:59: Die meisten gucken sich das an und es war ja weit vor Corona.

00:17:02: Das ist jetzt eine andere Zeitrechnung.

00:17:05: Da wurde ich von den Amtskollegen dann schon komisch angeschaut.

00:17:07: was macht denn jetzt?

00:17:08: Jetzt dreht er Videos!

00:17:10: Wieso

00:17:10: Videos?!

00:17:10: Was soll in der Quatsch?

00:17:12: In Corona-Zeiten hat ein jeder Bürgermeister Videos gedreht, mal besser oder mal schlechter und hat zur Lage der Nation Stellung bezogen.

00:17:21: Heutzutage ist das ganz normal mit Videos auf Instagram, auf TikTok Leute zu informieren.

00:17:26: Das Problem ist – das muss ich auch ganz klar sagen Ich seh da durchaus auch eine gewisse Gefahr wenn wir es machen.

00:17:32: Wenn man sieht die Videos wurden auf die Spitze getrieben von einer Partei der AfD Die dann auf andere Nachrichten platziert die aus dem Zusammenhang gerissen sind.

00:17:41: Aber wir waren früh klar, dass man dann ein persönlicher Wetter muss.

00:17:45: Und in meinen Videos, wenn er nach Deutschland diese Videos anschaut, tut es sich schwer weil bei mir wird's schwäbisch geredet und das passiert auch fehler.

00:17:53: ich verspreche kein Hochdeutsch

00:17:55: Die Videos sind eingeschlagen wie eine Bombe sagen sie.

00:17:59: warum glauben Sie funktionieren diese Formate so

00:18:01: gut?

00:18:02: Weil ich in einem bewegten Bilder drin einmal klär Video kurz und prägnant mich äußern muss.

00:18:07: Ich kann Sitzungsvorlagen natürlich alle öffentlich, das sind alle öffentlich zugänglich mit Anhängen und was weiß ich alles.

00:18:13: aber wer liest es?

00:18:14: Wer liest ist als normaler Burgerwitz in einer Betrift und so ist doch einfach eine ganz eigene Möglichkeit über Themen zu informieren.

00:18:22: Natürlich sind dann die Themen die ich setze, die ich kommuniziere und weniger dann irgendjemand anderes.

00:18:28: Aber ich habe dann schon die Möglichkeit dort zu platzieren die Themen und der eine oder andere guckt dann durchaus das Video an.

00:18:35: Und wir haben schon Fisch gestellt in Empfingern, dass so am Küchentisch von Familien durch die Kommunalpolitik ein anderer Stelle wert bekommen hat weil die Themen auch verständlicher dargestellt wurden und sich auch die jüngeren Erwachsenen für die Themen interessiert haben.

00:18:49: Vorher stand sie Mitteilungsblatt oder in der Tagespresse.

00:18:53: Das ist heutzutage nicht mehr das Medium was die Infos der Gemeinde überprägt.

00:18:58: Wir haben vorhin schon über die Schuhe mit dem Gemeindelogo gesprochen, empfingen als Marke.

00:19:04: Was ändert sich denn dadurch?

00:19:07: Das sind sowohl Arbeitgeber.

00:19:11: Als Gemeinde wurde sie wahrgenommen in der Konkurrenz zu anderen Gemeinden.

00:19:14: Aber bei Geber natürlich gehört man zum Team, das ist richtig gleiche Schuhe.

00:19:20: Das ist jetzt nicht das Non-Blusultra aber man hat eine eigene Gruppe.

00:19:24: Man gehört einfach dazu und empfängt als Marke für ihn in der Region.

00:19:28: Es ist dann einfach das frische und freche Auftritt.

00:19:31: Das war vielleicht die drei Worte wo Sie vorher gesagt haben.

00:19:34: Das Frische und Freche.

00:19:35: Dass Empfingen immer ein bisschen knitterig ist, immer ein Schritt voraus.

00:19:39: neue Ideen setzt und es schafft Identität und auch Verbundenheit der Bürger mit der Gemeinde.

00:19:47: Und Auftreten passt ja auch ganz gut zu Schuhen!

00:19:50: In Empfingel laufen, jetzt bleiben wir dabei, laufen auch Projekte die man eher aus deutlich größeren Städten kennt.

00:19:55: ein thirty-fünf Hektar großes interkommunales Gewerbegebiet große Wohnbauentwicklung einer Bundesligenschaft mit sechs Hektare und die Ortsumfahrung.

00:20:05: wie gehen sie solche Großprojekte konkret

00:20:08: an?

00:20:08: Manche gute Frage.

00:20:09: Ich habe mal in der Hochschule, in Ludwigsburg Projektmanagement in der Vorleistung gehabt aber das können sie in die Tonne also schmeißen.

00:20:17: Also das war alles nur ja sehr theoretisch.

00:20:21: In der Praxis läuft es alles anders und Was welche Hürden da kommen und so weiter.

00:20:25: Ich bin ja noch jung, ich bin auch in diesem Bereich dann auch unerfahren.

00:20:30: Aber da muss ich schon sagen das sind riesen Projekte wo wir einen Empfänger vor uns haben nicht nur finanziell aber auch organisatorisch Und wir brauchen natürlich ein schlagkräftiges Team dass danach kurze Wege hat.

00:20:42: Wir haben auch im Gemeinderat in Empfingen keine Parteien oder Fraktionen, sondern wir arbeiten sachorientiert.

00:20:47: Das ist sehr selten.

00:20:49: Auch in kleineren Gemeinden geht es nicht gegeneinander, sondern ein Miteinander mit der Verwaltung und da hat man natürlich auch verlässliche Köpfe die dann ein unterstützen.

00:20:57: Und so groß Projekte.

00:20:59: ich muss Ihnen ehrlich sagen wenn in zwanzig Jahren diese Projekty denn auch umgesetzt sind schlussendlich dann werde ich hier als Redner durch die Lände tingeln und mir mit hohem Salär würde ich dann sagen können wie das Ganze Konkret solche Großprojekte umgesetzt werden können.

00:21:15: So, das heißt die Planung sind schon weit vorangeschritten.

00:21:19: Wo liegen denn da die Grenzen?

00:21:21: Die Grenzen sind einfach bei mir beim Wissen!

00:21:23: Ich weiß nicht alles.

00:21:24: und zu wissen wo ich das Wissen holen kann... Das ist teilweise auch schwierig, es sind nur ein kleines Team im Rathaus mehr.

00:21:32: bei viertausend fünfhundert Einwohnern, da sind sie breit sind Köpfe im Rathaus sitze Und die miteinander arbeiten müssen.

00:21:38: Das funktioniert halt nur, wenn man sich gegenseitig verlassen kann und natürlich brauche ich dann viel externe Unterstützung.

00:21:45: Und das ist natürlich als Bürgermeister.

00:21:48: Mal schauen ob von A bis Z zuständig muss man auch sich verlassen können auf Externe.

00:21:54: Ich muss ganz klar sagen meine Grenze, das ist einfach das Wissen und die Erfahrung von solchen sind ein Sprach an diesen Großprojekten.

00:22:01: aber... Wenn ich das wissen und die Erfahrung dann mal habe, kann ja in Rente gehen.

00:22:05: Weil da hab' ich die ganze Jahre

00:22:07: abgearbeitet.".

00:22:08: Stichwort Phasnet.

00:22:09: Die scheint für Sie mehr zu sein als einfach nur Tradition.

00:22:12: Was bedeutet die Phasnot Ihnen persönlich?

00:22:14: Das ist einfach ein Lebensgefühl!

00:22:17: Also die PhASNT ist für mich persönlich ein Lebens gefühlt.

00:22:19: Du kannst über sich selber lachen.

00:22:20: Das hat... Ist einfach Pratezion Bewahrung und das Wissen wo man herkommt Wo man hingeht Und es kommt einfach dazu.

00:22:27: Da kann man einmal im Jahr so richtig auf die Pauke hauen Und sozusagen.

00:22:32: Das gehört einfach dazu, das ist einfach in der Lebensader von mir drin.

00:22:36: Aber wenn ich jetzt evangelisch also wirschgleibig bin und aus dem Wurdebaubischen komme, ist die Fas mit den Empfingen eines der höchsten Kulturgüter, die zu schützen ist und die man auch miterleben muss.

00:22:48: Aber seit zwei Tausend neunzehn laufen sie jedes Jahr als Strohbärmitz.

00:22:52: Fünfunddreißig Kilo Strohvon Morgens bis abends ohne Pipipause.

00:22:57: Warum?

00:22:58: Macht man das freiwillig?

00:22:59: Weil es einfach zu zuck hört.

00:23:01: Da ist ein Teil von der Phasen nicht, natürlich Strohbär ist dann nochmal.

00:23:04: das Extremere war ganz einfach da wo.

00:23:06: ich habe gesagt die möchte gar nur Osterbach-Männle sein, bei uns auch eine Phasensfigur, dann hieß es von der Narazümstu.

00:23:11: Ich glaube nicht, das sind alle voll.

00:23:14: Also da gibt es keine freie Plätze mehr.

00:23:15: und dann habe ich gesagt was ist nur Freie?

00:23:16: Dann haben sie gesagt Strohbär!

00:23:17: Die wollten mich testen.

00:23:18: und dann sagen wir machen ein Stroh-Bär.

00:23:20: Und seitdem habe ich auch in der Nahrung dran gefressert, Strohbeer zu machen.

00:23:23: Mein Sohn mit sieben, der ist jetzt dieses Jahr als Strohpäher selber mitgelaufen.

00:23:28: In diesem Orbsenstrohhäs oder wo er drauf gebunden hat auf dem Kopf und das macht einfach Spaß.

00:23:33: Sie glauben es nicht wenn ich als Strohhpähr durch den Finger laufe Ich brauche keinen Cent-Geld.

00:23:39: So, ah okay gut!

00:23:41: Das heißt die werden versorgt?

00:23:42: Man

00:23:42: könnte auch sparen.

00:23:45: Normalerweise ist es die Phasen der ein teures Unterfänger weil man dann einkährt und da wird er gute Macht

00:23:49: usw.,

00:23:50: aber als Strohbeer werden sie ausgehalten.

00:23:53: Ja das ist ein Argument.

00:23:54: ich habe es auch schon gesagt Sie werden der Festbürgermeister genannt wie wichtig... ich meine man spürts ja auch Wie wichtig sind Freude und Humor in Ihrem

00:24:03: Amt.

00:24:04: Die Verwaltung ist ja trist genug.

00:24:06: Also dort normale Bürovernsinn oder Bürokratiewernsinn, das ist ja eigentlich grau genug und da muss einfach die Freude und den Humor auch rüberbringen.

00:24:16: Wenn ich begeistert bin von einem Thema, dann muss ich es rüber bringen natürlich mir nicht nur feststehen mit dem Finger aber so als Festdruckermarschen.

00:24:23: Das zeigt einfach man ist einfach ein Arbeideleut.

00:24:26: Man möchte einfach mit Spaß mitmachen und man sieht nicht immer alles so bierernst.

00:24:30: Und das ist das, was mir dann immer mal wieder so ausstößt.

00:24:33: Wenn man dann sagt, ja jetzt muss man doch nicht immer alles in die Waagschale werfen sondern man kann auch ein bisschen über der Sache stehen und sagen Ja wenn ich Spaß und Freude am Tage habe Dann hab' ich auch Spaß und freude an den Themen und kann sie dann auch positiv umsetzen.

00:24:48: Glauben Sie Politik nimmt sich manchmal selbst zu ernst?

00:24:52: Jeden Tag.

00:24:53: Also muss man wirklich sagen also Das ist wirklich so.

00:24:57: heutzutage sind alle Politiker, egal ob im Land oder im Bund oder in der EU viel zu arg glatt.

00:25:03: Es ist alles viel zu allglatt.

00:25:05: man will immer einen geschleckten Politiker der unbeschuldig ist und so weiter.

00:25:09: die früheren Politiker... Die Namen muss ich jetzt nicht alle aufführen das waren alles Kavents Männer und Frauen die einfach sowas gestönten haben für Werte usw.

00:25:17: Nicht immer geschaut haben wie viele Likes oder wieviel Glicks bekomme ich sondern die ihre Themen umgesetzt haben und gesagt dann es geht um die Sache Und dann wird die umgesetzt und nicht um wie viele Likes ich dann bekomme, um die gute hier auf dem Foto auszusehen.

00:25:31: Das ist für mich also... Da nimmt sich die Politik manchmal selbst zu ernst, weil sie immer meint sind das alles perfekt regeln aber es muss nicht alles geregelt werden.

00:25:40: Passend dazu zum Schluss die Frage, Herr Truffner.

00:25:43: Wenn Sie irgendwann mal auf Ihre Zeit als Bürgermeister zurückblicken?

00:25:47: Wenn sie vielleicht gerade unterwegs sind und Workshops geben in Sachen Organisationen dergleichen.

00:25:53: Woran sollen sich die Menschen erinnern?

00:25:55: Dass ich nicht nur davon kreiert habe dass ich Projekte umsetzen und das ich die Projekten auch konkret umgesetzt hab.

00:26:00: Das Maifack sagt zu dem stehe ich und zudem diese projekte möchte ich umsetzten.

00:26:05: Und das musste dann auch gemeinsam realisiert hat.

00:26:07: Es ist ja nicht so, dass man dann sagt Es ist dann ein Thema und es wird irgendwann mal bearbeitet, so dass man's dann auch vorangetrieben hat.

00:26:14: Und das man auch Visionen gehabt hat als Bürgermeister und nicht nur die Akte vor sich gesehen hat sondern gesagt hat wo will ich meine Gemeinde hin entwickeln?

00:26:22: Und vielleicht entwickelt sie sich denn auch dorthin und da bin ich guter Hoffnung, dass es dann auch so erfolgt wie ich meine Visionen im Gemeinderat oder der Burgerschaft immer präsentiere.

00:26:31: Sozusagen eine Brücke bauen Herr Truffner ganz am Ende!

00:26:34: Ja

00:26:35: wäre dann schon eine Brücke.

00:26:37: Ganz, ganz lieben Dank für das offene und tolle Gespräch ertroffen.

00:26:40: Danke schön!

00:26:42: Das war Mensch.

00:26:43: Bürgermeister ich bin Olaf Pinkmann und ich freue mich wenn sie auch beim nächsten Mal wieder dabei sind.

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