Wenn aus einem Satz ein Lebensweg wird - Tobias Metz, Bürgermeister von Endingen am Kaiserstuhl
Shownotes
Manchmal braucht es nur einen Satz, der bleibt: „In der Rolle des Bürgermeisters – da sehe ich dich“ – gesagt von einer Studienfreundin. Drei Jahre später wirft Tobias Metz seinen Hut in den Ring. Heute ist er Bürgermeister von Endingen am Kaiserstuhl – und trägt Verantwortung für eine Stadt, die er bewusst gewählt hat.
In dieser Folge von „Mensch, Bürgermeister!“ erzählt er, wie aus einem Impuls ein Lebensweg wurde – und warum der Wunsch nach Sinn ihn aus der Wirtschaft in die Kommunalpolitik geführt hat.
Es geht um einen Alltag zwischen Bürgernähe und Bürokratie, zwischen spontanen Anliegen und langfristigen Entscheidungen. Tobias Metz spricht darüber, was ihn als Quereinsteiger überrascht hat, warum Verwaltung oft komplexer ist als gedacht – und wie wichtig es ist, den Blick immer vom Menschen aus zu lenken.
Er gibt Einblicke in eine Stadt, die Tradition und Zukunft verbindet: lebendige Innenstadt, starkes Ehrenamt, badische Lebensart – und die Herausforderung, all das zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Und er erzählt, warum Bürgermeistersein für ihn vor allem eines bedeutet: Teamarbeit, Offenheit und die Bereitschaft, sich immer wieder auf neue Situationen einzulassen.
Am Ende bleibt eine klare Haltung: weniger Angst vor Veränderung, mehr Mut zum Anpacken.
„Mensch, Bürgermeister!“ ist der Podcast, der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister als Menschen zeigt. Abseits von Terminen, Sitzungen und Schlagzeilen erzählen sie, was sie bewegt, antreibt und manchmal auch zweifeln lässt. Es geht um Verantwortung, Heimat, Familie, Entscheidungen – und um die Frage, wie Politik vor Ort menschlich bleiben kann.
📣 Aufruf – Mitmachen erwünscht Sie sind ebenfalls Bürgermeisterin oder Bürgermeister und möchten zeigen, wer Sie jenseits des Amtes sind? Dann melden Sie sich bei uns und werden Teil von „Mensch, Bürgermeister!“. Wir freuen uns auf ehrliche Gespräche, persönliche Einblicke und Ihre Geschichte. Kontakt: hallo@podcast-factory.de bzw. https://mensch-buergermeister.de
Über die Podcast-Factory Die Podcast-Factory produziert journalistisch hochwertige Audioformate für Hochschulen, Verbände, Kommunen und Unternehmen. Mit klarer Sprache, fundierter Recherche und professioneller Produktion entstehen Podcasts, die Wissen vermitteln, Nähe schaffen und Geschichten hörbar machen. Mehr Informationen gibt es hier: www.podcast-factory.de
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:05: Mensch Bürgermeister!
00:00:07: Heute mit Tobias Metz, Bürgemeister von Endingen.
00:00:12: Eine Studienfreundin sagt zu ihm in der Rolle des Bürgermisters da sehe ich dich – ein Satz den er nicht vergisst.
00:00:19: Drei Jahre später steht in Endingen am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg die Bürgerveisterwahl an und er entscheidet sich Er wirft seinen Hut in den Ring.
00:00:27: Heute sitzt er im vierhundert Jahre alten Rathaus in Endingen, es ist die frühere Kornhalle – wie sich das anfühlt?
00:00:34: Das erzählt er uns heute!
00:00:35: Ich bin Olaf Brinkmann und begrüße Tobias Metz bei Mensch Bürgermeister.
00:00:39: Hallo Herr Metzschön, dass Sie da sind….
00:00:40: Hallo Herr Brinkman, freut mich!
00:00:42: Herr MetZ erinnern sie sich noch an den Moment von dem ich gerade gesprochen habe mit ihrer Studienfreundin?
00:00:47: dieser Satz als Bürgemeister sehe ich Dich.
00:00:50: Was hat das damals in Ihnen ausgelöst?
00:00:52: Zunächst war ich überrascht tatsächlich... dass sie das gesagt hat.
00:00:56: Man muss dazu wissen eine enge Freundin aus Studientagen, wir waren schon einige Jahre im Berufsleben und haben uns immer wieder ausgetauscht so über die Sorgen und Nöte im Berufsal-Tag und ja auch über die persönlichen Perspektiven.
00:01:13: ich habe mich natürlich gefreut da sie mir das zutraut und sie hat mir auch gleichzeitig einen Impuls gegeben zum Nachdenken Und spannenderweise kam dieser Impuls ganz kurze Zeit später aus einer ganz anderen Ecke von meinem eigenen Vater.
00:01:30: Genau, ihre Urgroßväter waren Bürgermeister, ihr Vater ist es seit einunddreißig Jahren Wahnsinn!
00:01:37: War's da nicht auch naheliegend den selben Weg zu gehen?
00:01:40: Rückblickend wirkt das vielleicht so aber mit Blick auf meine eigene Zukunft hatte ich mir das als zwanzigjähriger gar nicht vorgestellt.
00:01:49: Also es drum ging, was möchte ich mal studieren?
00:01:52: Da wollte ich erstmal raus die Welt kennenlernen.
00:01:56: Hab mich dann entschieden internationale Betriebswirtschaft zu studieren.
00:02:00: Das war ein Doppeldiplom.
00:02:01: Studium damals Hälfte in Deutschland, Hälfe in Frankreich.
00:02:05: Tolles Studium also von daher.
00:02:07: Ich habe es mir damals nicht vorstellen können.
00:02:10: Sondern dieser Wunsch.
00:02:11: der ist dann erst später im Erwachsenenalter gereift auch mit zunehmender Lebens- und Berufserfahrung.
00:02:19: Nach dem Studium ging es für Sie ja erst mal in die freie Wirtschaft.
00:02:22: Was haben sie da gemacht und was aus dieser Zeit hilft Ihnen heute noch im Bürgermeisteramt?
00:02:27: Ich habe in unterschiedlichen Unternehmen gearbeitet, zunächst im Handel dann im produzierenden Unternehmen.
00:02:35: Hab immer Einkauf gemacht zusammen mit Produktionsplanung, mit Logistik und das war immer ein sehr Projekt orientiertes und damit auch irgendwo prozessorientiertes arbeiten.
00:02:49: Ja, was hilft mir da?
00:02:51: Ich glaube dass man nicht in Säulen denkt das man abteilungsübergreifend arbeiten muss, dass man ein gewisses Verständnis mitbringen sollte oder lernen sollte für das was der Kunde will.
00:03:02: jetzt war ich zwar zunächst im Einkauf aber ich habe zum Beispiel bei einem Möbelhersteller gearbeitet.
00:03:07: die haben viel Sondermöbel hergestellt nach Kundenwunsch und da ging es ja dann auch darum dass das Projektmanagement im Prinzip die Vorgaben erstellt hat und danach musste man dann die Beschaffung durchführen oder den Einkauf.
00:03:20: Das hat mir schon geholfen, meine Aufgabe sehr stark vom Kunden herzudenken oder heute eben auch von Bürgern.
00:03:29: Und ich glaube, dass es im Nachhinein so als Quereinstärker gar nicht so verkehrt war, dass sich mit dieser Unbefangenheit und vielleicht auch diesen Blick von außen... in dieses Amt reinkam und auch die Themen angehen konnte.
00:03:45: Und Sie haben uns im Vorgespräch gesagt, irgendwann kam der Wunsch mehr Sinn, in dem zu sehen was sie tun?
00:03:51: Zwei-tausend vierzehn, zweitausend fünfzehn haben sich sich in einem Helferkreis in der Flüchtlingswelle engagiert.
00:03:57: Was genau haben Sie da gemacht und war das ein Moment, der diesen Wunsch verstärkt hat?
00:04:01: Absolut!
00:04:02: Also das war wie Sie sagen Beginn der großen Flüchtlingswelle Ende.
00:04:07: Es ging bis los, da wurde aus einem losen Helferkreis ein Verein.
00:04:12: ich war bei der Vereinsgründung mit dabei und konnte dann mit anderen engagierten Leuten Familien betreuen Bei unterschiedlichen Lebenslagen.
00:04:21: das waren Familien die oft nur kurze Zeit in Deutschland waren.
00:04:24: Die kamen auch Sammelunterkünften Und hatten oft schlechte Deutschkenntnisse.
00:04:29: es ging vor allem mal drum ihnen zu helfen, sich im Alltag zu organisieren.
00:04:34: Behördenposts mit denen zu lesen auch mal ganz en passant ein bisschen Deutsch zu lernen wobei das war nicht der Schwerpunkt da habe ich jetzt auch nicht die Ausbildung dafür aber sie einfach so unterstützen im Alltag später bei der Jobsuche bei Abstimmungen mit dem Migrationsamt solchen Dingen und des Tolle war.
00:04:51: in diesem Helferkreis waren unheimlich engagierte Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen, wo ich dachte toll dass die sich nebenher mit so viel Herzblut da engagieren und da ist ein richtiges Netzwerk draußen standen.
00:05:05: Auch heute noch, wo jetzt natürlich dort gar nicht mehr bin weil ich bin ja dann später nach Endingen gezogen.
00:05:11: aber was mir daran so gefallen hat war das man gemeinsam wirklich vieles bewegen kann.
00:05:18: Gemeinsam auch eben diese Integrationsleistung für die Menschen auch bewerkstelligen kann und dass es wirklich von unten passiert sozusagen.
00:05:28: Und das war so ein Moment, wo ich einfach gemerkt habe Mensch ist es toll man kann doch tatsächlich auf kommunaler Ebene was bewegen.
00:05:37: Super!
00:05:38: Und dann kamen im Jahr zwei tausend achtzehn die Bürgermeisterwahl in Endingen.
00:05:43: Wie fühlt sich denn so eine Entscheidung an wenn man sagt Ich trete an
00:05:48: also ich hatte ja ab zwei Tausend Fünfzehn etwa diesen Gedanken?
00:05:53: oder der Keim war sozusagen eingepflanzt durch die Gesprächen mit meiner Studienfreundin, später dann auch mit meinem Vater.
00:06:00: Und der Gedanke war wenn ich jetzt waren dann... Ich hatte eine gewisse Führungserfahrung, ich hatte eine Gewisse Berufserfahrung.
00:06:11: und dann kam Endingen ne Kleinstadt, die ich kannte, die mir immer unheimlich gut gefallen hat ... der ich mich auch kulturell sehr nahe gefühlt habe, weil... Ich hab in Ettenheim gewohnt damals.
00:06:25: Etwas mehr als zwanzig Kilometer von Endingen weg.
00:06:27: also das ist man kennt dann die Orte und da haben einfach die Parameter gestimmt.
00:06:32: Ending hatte die richtige Größe, hatte die für mich Richtige Größe auch was die Themen angeht.
00:06:39: eine zu große Stadt Da hätte ich mich gerade als Quereinsteiger zunächst überfordert gefühelt.
00:06:45: ein zu kleiner Ort Da hätten mir vielleicht Themen gefehlt, die ich gerne bearbeiten wollte.
00:06:51: Es hatte einfach die richtige Größe.
00:06:53: ein sehr schöner Ort auch dazu und dann habe ich entschieden den Hut in Ring zu werfen!
00:06:57: Ein sehr schöener Ort genau, Endingen liegt am Kaiserstuhl.
00:07:01: es gibt Weinbau Obstbau Badische Lebensart.
00:07:04: was macht denn diesen Ort persönlich für sie aus?
00:07:06: Also das ist ein sehr vielseitiger Ort vielseidig im gesellschaftlichen und kulturellen Leben mit tollen Brauchtum Tollen Stadtfesten das ganze Jahr über.
00:07:18: Es ist eine Kleinstadt mit drei Ortsteilen eigentlich fast noch dörflich einerseits, andererseits aber auch einen Ort der sich über die letzten Jahrzehnte zu einem tollen Wirtschaftsstandort entwickelt hat.
00:07:33: wir haben eine lebendige Innenstadt mit Cafes Restaurants noch vielen kleinen inhabergeführten Läden Zum.
00:07:40: Menschen kommen auch gerne von außerhalb zum Einkaufen zu uns und für die Stadtfeste, von denen ich gesprochen habe.
00:07:46: Dann ist es die Lage der Kaiserstuhl an sich, der einfach eine besondere Kultur- und Naturlandschaft darstellt.
00:07:53: aber es ist auch die Lage so im Großraum nah am Rhein, nah am Schwarzwald.
00:07:59: Frankreich ist ein Katzensprung entfernt, die Schweiz ist nicht weit.
00:08:03: Wenn ich bei mir joggen gehe hinterm Haus und ein bisschen so die Hänge hochlaufe dann kann ich mit Glück den Turmen des Straßburger Münster sehen sich sehe in Europa Park.
00:08:12: also Ich habe einfach Unheimlich viel spannendes Nicht nur in der Stadt sondern auch vor der Haustür.
00:08:18: aber sie hören Die menschen aus dem europa parken nicht schreien wenn die gerade auf der achterbahn unterwegs sind.
00:08:22: dafür ist da noch zu weit.
00:08:23: Dann müsste der wind schon arg gut stehen.
00:08:25: Aber dafür ist mein gehörternd doch nicht gut genug.
00:08:28: Sie haben es gerade schon gesagt, Endingen ist sehr lebendig.
00:08:31: Es gibt viele inhabergeführte Geschäfte Gastronomie und Gewerbeflächen.
00:08:35: Wie wichtig ist Ihnen denn genau diese Struktur?
00:08:37: Was mir wirklich Spaß macht ist dass man im meinem Beruf mit unheimlich vielen verschiedenen Akteuren zu tun hat sei es Unternehmern Gastronomen Menschen im sozialen Bereich Vereinsvorständen.
00:08:51: Es ist wirklich eine ganz große Palette Und es macht mir einfach sehr viel Spaß und ich empfinde es als große Bereicherung mit diesen verschiedenen Akteuren im Alltag auch zusammenarbeiten zu dürfen.
00:09:03: Und gleichzeitig ist Endingen auch klein genug, dass man sich noch kennt.
00:09:10: also wie ich vorhin schon gesagt habe nicht zu klein aber auch nicht so groß.
00:09:15: So und Sie haben's schon gesagt sie sind als Quereinsteiger ins Amt gekommen.
00:09:18: was hat sie denn da am Anfang im Amt am meisten überrascht?
00:09:24: Also Am meisten überrascht hat mich, glaube ich die Bürokratie.
00:09:29: Die vielen Verwaltungsvorschriften und Richtlinien und Regeln, die oft nicht auf den ersten Blick für den Laien oder der da jetzt von außen kommt so verständlich sind.
00:09:41: Manche passen auch einfach nicht mehr in die Zeit.
00:09:43: Sie haben schon ihren Sinn ergeben als sie mal geschrieben wurden.
00:09:48: aber es gibt eben nun mal ein ziemliches Regelung stickigt bei uns in Deutschland und im Baden-Württemberg Und es ist ja schon bezeichnend, dass es dann auch gleichzeitig ein Regelungsbefreiungsgesetz gibt.
00:10:01: Auf Bundesebene schon bisschen länger und auf Landesebene seit vergangenen Herbst wo wir Kommunen dann beantragen dürfen uns von manchen Regelungen wenn sie zu komplex sind befreien zu lassen.
00:10:12: und das sagt er schon aus, dass Es auch bei einem Gesetzgeber angekommen ist, dass wir überreguliert sind.
00:10:20: Man muss schon immer genau hingucken.
00:10:22: Ich möchte nicht pauschal gegen Bürokratie oder Regelungen sprechen, aber in Summe ist es eben zu viel und das hat mich schon, würde ich sagen am meisten
00:10:30: überrascht.".
00:10:31: Und ist diese Bürokratee die größte Herausforderung?
00:10:34: Oder diese Regelungen?
00:10:36: Oder gibt's da noch mehr?
00:10:38: Was ist das wo Sie sagen, dass macht mir in meinem Bürgermeisteramt am meisten Spaß!
00:10:43: Also... eine Sache beschränken wollen.
00:10:48: Herausfordernd kann genauso sein, schwierige Debatten im Gemeinderat zu führen oder auch mal Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so wie jeder Chef eben seine Herausforderungen hat mit Mitarbeitenden.
00:10:59: Und gleichzeitig sind aber all diese Dinge auch wiederum sehr schön weil sie eben zu der Vielfalt des Amtes gehören und es sind eben Herausforderungen den man sich stellen muss und ich stelle mich dem auch gern.
00:11:12: von daher ist Spaß an der Arbeit und die Herausforderung durch die Arbeit, das sind oft zwei Seiten der gleichen Medaille.
00:11:22: Und die liegen auch oft ganz nah beieinander – auch in Bezug auf Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, die im Übrigen in den allermeisten Fällen extrem bereichernd und auch sehr schön sind!
00:11:33: Und Sie sagen ein Bürgermeister ist ein Teamplayer?
00:11:36: Was heißt das für Sie ganz konkret?
00:11:38: Konkret bedeutet Teamplayer für mich dass ich versuche flache Hierarchien zu halten Kann man auch gut, weil dafür sind wir einfach noch ein vergleichbar kleines Rathaus.
00:11:49: Flacher Hierarchien heißt für mich grundsätzlich eine offene Tür wenn es eben geht.
00:11:55: regelmäßige Meetings mit der ersten und mit der zweiten Führungsebene das heißt Für mich unterschiedliche Disziplinen zusammenbringen also Amtsleiterrunden oder auch mal Runden wo Sachgebietsleiter das dann die zweite Führungs Ebene dabei ist aus den unterschiedlichen Bereichen dass so eine Projektmentalität entsteht, wenn eben gewisse Dinge auch gemeinsam bearbeitet werden müssen.
00:12:20: Und man kann zwar irgendwo als Kapitän den Kurs vorgeben aber es schiff fährt natürlich nur, wenn alle an Bord auch ihre Rolle ausfüllen.
00:12:29: das heißt man ist einfach auf seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen.
00:12:34: also Allein bewegt man nichts, sondern man kann die Richtung vorgeben.
00:12:39: Aber man braucht seine Mitarbeitenden und die braucht man auch für fachlichen Input, für Ratschläge, Rückkopplungen um seinen eigenen Kurs selber zu korrigieren.
00:12:50: Also das ist so wertvoll!
00:12:53: Jeder hat einen anderen Führungsstil aber ich finde in einem kollegialen Führungsstil funktioniert es doch am besten.
00:13:03: Müssten sie meine Leute fragen, ob die das genauso sehen wie ich.
00:13:08: Aber... Ich arbeite dran!
00:13:09: So
00:13:09: jetzt bleiben wir beim Schiff weil ich gerade an den großen Dampfer denke der mit dem lauten Signal horn einläuft.
00:13:17: Sie machen Musik!
00:13:19: Sie spielen Waldhorn.
00:13:20: Das ist wahrscheinlich nicht ganz das was man vom Schiff kennt.
00:13:22: Was bedeutet ihnen die Musik?
00:13:25: Also Musik bedeutet mir allgemein viel Jetzt gar nicht mal unbedingt klassische Musik Sondern ich höre einfach unheimlich gerne Musik dass einfach so eine Beschwingtheit und so eine Leichtigkeit ins Leben bringt.
00:13:37: Und ja, als Kind habe ich Waldhorn gespielt.
00:13:40: Ich kam dazu auch ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinder.
00:13:43: Man hat Blockflöte gespielt und dann hieß es irgendwann mal wir brauchen da im Orchester noch einen kleinen Waldhornnisten.
00:13:48: Ich wusste ja nicht einmal, wie das Instrument aussieht.
00:13:51: Aber wie das halt so war.
00:13:52: man wurde dann halt einfach mit einem Instrument versorgt und musste das Ding lernen.
00:13:56: Hat am Anfang gar nicht so viel Spaß gemacht.
00:13:58: aber Inzwischen macht es natürlich sehr, sehr viel Spaß und ich spiele nicht regelmäßig sondern eher so projektmäßig.
00:14:05: Wir haben eine kleine Rathaus-Band an Weihnachten oder bei uns ist Fastnacht ganz groß im Ort.
00:14:11: da spiele ich dann und vergangenen Sommer habe ich bei einem Sommer Open Air Konzert mitgespielt Mit der Endinger Stadtmusik Und was da toll ist einfach die Abwechslung aber auch gleichzeitig dass man sich als Spieler in seine klare Rolle fügen darf weiß genau, was von einem erwartet wird und freue mich dann auch wenn mir der Dirigent und mein Register einfach aussagen so müssen wir es jetzt machen.
00:14:38: So und weil's bei mir musikalisch nur bis zur Triange gereicht hat und Sie schon gesagt haben sie wussten am Anfang gar nicht wie es aussieht?
00:14:44: Wie sieht denn das Waldhorn aus?
00:14:47: Sie wissen wie ein Posthorn aussieht ja also vorne im großer Trichter dann in Bogen und hinten einen relativ enges Mundstück Und das dürfen sie sich jetzt vorstellen mit einigen Windungen mehr und mit drei Ventilen.
00:15:00: Ja, und ja insgesamt länger wenn es abgerollt wäre von etwa fünf Metern... Wow!
00:15:06: ...und dann haben Sie einen Waldhorn.
00:15:08: Also da muss durch ein enges Mundstück viel Luft durch relativ viel Blech.
00:15:13: Deswegen klingt's am Anfang auch nicht so toll bei manchen ganzes Leben lang nicht.
00:15:18: aber wenn man es beherrscht Da rede ich jetzt nicht unbedingt von mir, aber gute Hornisten.
00:15:23: Es ging dann schon richtig, richtig toll!
00:15:25: So und der Mensch hinter dem Waldhorn Herr Metz?
00:15:29: Sie sagen sie organisieren gerne, sie koordinieren, sie bringen Dinge zusammen.
00:15:33: War das schon immer so?
00:15:34: Ich glaube schon.
00:15:36: Mir hat es schon früher als ich in Vereinen war neben der Musik habe ich noch Leichtathletik gemacht.
00:15:42: Fand ich dass schon immer spannend mich zu engagieren.
00:15:45: später war ich dann in der jungen Union engagiert Und mir hat es einfach immer Spaß gemacht, in einer Position zu sein wo man eine gewisse Verantwortung mit übernimmt.
00:15:53: Sei's als Kassierer oder dann auch mal später als Vorstand.
00:15:56: Das habe ich von der Jugend so ein bisschen mitgenommen und ich glaube diese Freude dran am Koordinieren und Organisieren die macht natürlich mir die Arbeit auch erheblich leichter weil es ist eben sehr viel Organisations- und Koordinationsaufwand.
00:16:11: Und wenn es jetzt mal nicht die Arbeit ist, wenn sie mal nicht im Rathaus sind.
00:16:15: Wo findet man sie eher?
00:16:16: Vorhin haben Sie schon erzählt wie sie joggen.
00:16:19: Wo findet man sich dann eher auf Skiern dem Mountainbike beim Wandern beim Joggen
00:16:23: bei allem würde ich sagen auf Skieren natürlich am wenigsten so.
00:16:28: Die Gelegenheiten direkt vor der haustür gibt's jetzt ziemlich selten einfach wetterbedingt.
00:16:34: Aber Ich gehe sehr gerne joggen gerne mountainbiken um den kopf frei zu bekommen im Alltag.
00:16:40: Das brauche ich auch, also mir tut die Bewegung einfach unheimlich gut.
00:16:43: das heißt mal zwei drei Büro Tage ohne Bewegungen da fühle ich mich unausgeglichen und deswegen brauche Ich die Bewegung zum Ausgleich.
00:16:53: jetzt zb.
00:16:54: nach Ostern war ich mit Freunden vier Tage Radfahren in der Schweiz.
00:16:58: das tut einfach unheimlich gut.
00:17:00: nicht kann dabei auch perfekt abschalten.
00:17:02: E-Bike oder reine Manpower?
00:17:04: Reine Man Power!
00:17:07: Das ist noch eine Weile so gut.
00:17:10: Wenn Sie durch Endingen gehen, schaut man da als Bürgermeister anders mit diesem ständigen Blick für Details und Begegnungen?
00:17:16: Wie ist das?
00:17:17: Tatsächlich ist es so... Man sieht dann mal einen kaputten Randstein oder man sieht ne Hecke die müsste geschnitten werden.
00:17:24: Es fall in einem Kleinigkeiten auf wo man sagt Mensch das hätte doch jetzt auch schon Mal vor drei Wochen beseitigt gehört ja!
00:17:30: Man sieht natürlich auch die schönen Dinge und freut sich dann darüber unser Kreisverkehr toll geschmückt ist oder wenn ein Ladeninhaber sein Schaufenster toll dekoriert.
00:17:41: Aber man sieht eben diese Kleinigkeiten und gleiches gilt natürlich auch für die Menschen, ja ich kenne inzwischen einfach viele Menschen hier und natürlich geht man mit einem offeneren Blick, mit einem wacheren Blick durch die eigene Stadt grüßt die Menschen viele kennen einen oder man kennt viele.
00:17:56: das ist schon den Unterschied.
00:17:59: Aber genau das, also was es heißt Bürgermeister zu sein.
00:18:02: Das haben sie ja schon als Kind erlebt.
00:18:04: Wir haben schon drüber gesprochen wenn Sie mit Ihrem Vater unterwegs waren auf festen bei Gesprächen mit vielen Menschen.
00:18:09: gibt's da einen Moment wo sich heute noch besonders gut dran erinnern?
00:18:13: Ja ich habe jetzt nicht das eine Ereignis aber häufig kam vor wir Kinder saßen im Auto auf der Rückbank und hatten still zu sein weil unser Vater dienstlich telefoniert hat.
00:18:26: Und stand dabei oft ein bisschen unter Strom, aber was ich auch erlebt habe und das fand ich immer ganz toll und hab es auch immer bewundert bis heute.
00:18:36: Ein Vater zu haben der immer toll in den Themen war die er bearbeitet hat, der richtig gebrannt hat dafür, der sich in so vielen Bereichen auskannte Das war schon spannend.
00:18:48: und dann mit meinem eigenen Wechsel in dieses Amt durfte ich dann teilweise erleben, mit denselben Menschen zusammenzuarbeiten die ich vielleicht schon mal als passiver Zuhörer am Telefon gehört hatte für uns in zwanzig Jahre vorher.
00:19:01: Das ist schon toll.
00:19:02: Wahnsinn ja!
00:19:03: Und finden Sie sich heute in manchen Situationen selbst darin wieder?
00:19:07: Total also absolut weil die Kommunen haben nun mal eben dieselben Themen zu behandeln Kindergärten Schulen Bauhof Ja, und so weiter.
00:19:17: Da finde ich mich wirklich sehr oft wieder auch ja in der Art wenn ich das so erlebt habe als Kind zu sagen naja jetzt nutze ich eine zehnminütige Fahrt um mal schnell ein Gespräch zu führen also einfach auch wie mein Vater die Aufgaben ausgefüllt hat.
00:19:32: Das mache nicht bewusst aber ich merke dass es da doch gewisse Parallelitäten gibt.
00:19:37: Sie sagen aber auch das Rollenbild des Bürgermeisters hat sich verändert weniger Distanz mehr Lockerheit.
00:19:44: Was finden Sie daran gut?
00:19:45: und woran machen sie das fest?
00:19:46: Also mir gefällt es gut, dass einfach meine Generation unsere Generation jetzt keinen überzogenen Amts-Respekt mehr hat.
00:19:54: Und sich viele einfach auch viel leichter trauen auf einen zuzugehen.
00:19:59: Noch jüngere Leute vielleicht wenn ich sie auch schon mal gesehen habe über ein Schulfest oder Besuch bei der Schule Wenn die einen kennen Die sind da oft sehr unbefangen.
00:20:08: Das freut mich.
00:20:10: Ich brauche's nicht mit Herr Bürgermeister angesprochen zu werden.
00:20:13: Also diese Nahrbarkeit oder diese Zugänglichkeit, das liegt natürlich auch an dem Amt hier in der Kleinstadt.
00:20:22: Das gefällt mir schon gut!
00:20:23: Aber Herr Bürgermeister... Nein, Spaß!
00:20:27: Wo Licht ist?
00:20:27: Da ist ja leider oft genug auch Schatten.
00:20:29: Wo merken Sie vielleicht auch dass manchmal der Respekt dann doch fehlt zum Beispiel gegenüber der Verwaltung?
00:20:34: Ja, das passiert leider immer wieder und ich glaube da hat sich schon in der Gesellschaft was zum Negativen verändert.
00:20:41: In den vergangenen Jahren, Jahrzehnten und ich glaube das hatten Grund dass viele Menschen einfach sehr reizüberflutet sind oder sich selbst auch mit vielen Reizen überfluten oft mit den gleichen Dingen und diese Reizüberflutung macht dann halt auch gereizt.
00:20:56: und wenn ich Situationen Konfliktsituationen analysiere im Nachhinein Dann habe ich oft den Eindruck Personen, die jetzt mit einem Konflikt in die Verwaltung kommen selbst gar nicht genau wissen wie sie mit dem konflikt umgehen sollen.
00:21:12: Also vielleicht auch eine gewisse ja ne gewisse angst haben wie sie jetzt eigentlich ihr anliegen richtig transportieren und vielleicht auch im problem sehen dass man lösen kann aber sich dessen gar nicht so bewusst sind das wir als verwaltung helfen wollen und deshalb zeigt eben innere spannungen bei vielen menschen und dadurch können eben auch mal unangenehme Situationen entstehen.
00:21:36: Das muss man ja auch in der Reflektion von sich selber sagen, man ist ja manchmal auch nicht richtig präsent oder nimmt sich die Zeit auf das Gegenüber adäquat einzugehen und reagiert dann vielleicht auch einmal in der falschen Art und Weise wenn man mit einem Konflikt konfrontiert wird.
00:21:54: Ich glaube es ist einfach wichtig dass man sich kurz Zeit nimmt sich das Gegenüber anschaut, den Menschen der einem da gegenüber steht mit einem Anliegen versucht zu erfassen und zu ergründen was ist das Problem?
00:22:09: Was ist das Anliege dieser Mitbürgerin oder dieses Mitbürgers.
00:22:12: Und mit dem Verständnis oder mit einem gewissen Grundverständnis hat man glaube ich auch den Schlüssel dann auf diesen Menschen adäquat zu gehen zu können.
00:22:23: wie gesagt es gelingt mir im Alltag ja auch nicht immer aber ich versuche daran zu arbeiten Und ich glaube auch, dass das hilft, Spannungen abzubauen.
00:22:35: Viele Menschen, wenn sie mit einem schwierigen Anliegen kommen und manche Menschen sind einfach in einer schwierigen oder teilweise sogar verzweifelten Situation, wenn Sie zur Verwaltung müssen... ...und da ist es nicht einfach in der Emotionalität zu helfen!
00:22:48: Wir hatten einen Fall, da hat's im Mehrfamilien Wohnhaus der Stadt gebrannt.
00:22:53: Da standen Familien nachts im Schlafanzug auf der Straße Ende November.
00:22:58: Die hatten kein Obdach, wir wussten nicht wie geht es weiter.
00:23:01: Das sind auch mal Extremsituationen die auf die Menschen zukommen und da ist es auch wichtig besonnen zu reagieren in der notwendigen Schnelligkeit aber auch mit der gebotenen Sensibilität.
00:23:13: und ja dann lernt man noch immer sehr viel aus solchen Situationen.
00:23:18: Aber es ist ja genau das, was Sie da beschreiben.
00:23:20: Genau darum geht's ja in diesem Podcast.
00:23:22: wir wollen zeigen auch Bürgermeister sind Menschen.
00:23:26: wie wichtig ist es ihnen denn Herr Metz nahbar zu sein?
00:23:30: Sie sagen Es ist Ihnen wichtig niederschwellig zu sein.
00:23:33: Was bedeutet das für sie?
00:23:35: also ich hatte vorhin schon gesagt Ich denke dass ich ein eher zugänglicher Mensch bin.
00:23:42: ich Bin auch glaube ich ein geselliger Typ.
00:23:44: ich gehe gerne zur Veranstaltung nicht gehe, gern zu vereinen.
00:23:49: Ich glaube das ist auch so eine gewisse Grundvoraussetzung dass man einfach auch diese ganzen sozialen Termine die eben zu dem Amt dazugehören, dass man die auch gerne macht.
00:23:58: ich bin einfach gerne unter Menschen und natürlich hat man auch ne soziale Batterie und die is manchmal voller, manchmal leerer gar keine Frage.
00:24:05: aber wenn des grundsätzliche passt dann geht es gut.
00:24:08: Und was bedeutet es für die menschen?
00:24:11: So wie ich vorhin gesagt habe Man kann mich einfach niederschwellig und einfach ansprechen.
00:24:17: Und wenn ich jetzt merke, ich kann Atok keine Antwort geben oder ein Anliegen hat eine Dimension die man nicht zwischen Tür- und Angel besprechen kann dann mache ich mir eben so eine Notiz ins Handy oder sage auch den Leuten rufen sie doch bitte bei mir im Sekretariat an Dann vor allem werden wir in Termin und dann werden wir uns in Ruhe mit dem Thema auseinandersetzen.
00:24:35: Die soziale Batterie.
00:24:37: das finde ich aus sehr schön.
00:24:38: was würden Sie denn Menschen sagen?
00:24:39: Die überlegen meine soziale batterie ist voll.
00:24:42: Ich würde mich gerne stärker engagieren.
00:24:44: Es lohnt sich, sich zu engagieren und wir haben ein starkes Ehrenamt bei unserem Ort.
00:24:50: Ich bin immer wieder begeistert was viele Menschen machen aber zur Wahrheit gehört auch dass es oft die gleichen Menschen sind, die sich in verschiedenen Funktionen engagieren.
00:25:01: also wer ehrenamtlich engagiert ist da engagiert sich meistens noch an einer zweiten oder dritten oder vierten Stelle und es wäre toll zu sehen wenn das Ehrenamts, das Engagement von mehr Schultern getragen würde.
00:25:15: Warum lohnt es sich?
00:25:17: Es lohnt sich einfach deshalb, weil man soziale Kontakte knüpft und auch unheimlich viel Anerkennung daraus ziehen kann.
00:25:28: Man kann sich auch vielfältige Weise engagieren.
00:25:30: Es gibt Menschen die sagen ich würde gerne etwas tun aber dass vorne stehen das ist nicht so.
00:25:35: meins muss es auch gar stilleren Helferinnen und Helfer im Hintergrund, die im Prinzip die Vereine am Leben erhalten oder das Gemeinwesen am Leben halten.
00:25:47: Und es gibt unheimlich viele Möglichkeiten.
00:25:50: und dabei lernt man eben auch immer neue Dinge und mehr lernt neue Menschen kennen.
00:25:55: und gerade in einer Gesellschaft, die auch alt hat, die zunehmend sich individualisiert sind.
00:26:03: Vereine ist soziales Engagement eine ganz tolle Möglichkeit um in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen.
00:26:09: Gibt es in Endingen irgendwo eine Möglichkeit sich zu informieren, wo Helfer oder Ehrenamtliche gesucht werden?
00:26:16: Ja.
00:26:17: Wir haben bei uns auf der Homepage ne Vereinsübersicht.
00:26:20: Es gibt ne Bürgerbroschüre, in der die Vereine aufgelistet sind auch mit Ansprechpartnern.
00:26:26: Wir haben generell sind die Vereine ja so organisiert, dass sie inzwischen die ganze Klaviatur auch beherrschen des Öffentlichkeitsauftritts mit sozialen Medien und so weiter.
00:26:37: Nicht jeder vereint gleichermaßen.
00:26:38: ganz klar das hängt da oft mit der Altersstruktur zusammen.
00:26:41: aber es gibt eigentlich leicht die Möglichkeit.
00:26:44: wenn man weiß ich interessiere mich für ein Gesangverein ich interessier mich für Fußball oder für Tischtennis was auch immer, dann findet man die Ansprechpartner und die Vereine.
00:26:53: So und Sie Herr Metz?
00:26:54: Sie findet man ja natürlich im Rathaus aber das ist ein ganz besonderes.
00:26:59: eine vierhundert Jahre alte Kornhalle heute das Rathaus.
00:27:03: wenn sie da jetzt reingehen versetzen sich da auch manchmal vierhundert Jahre zurück.
00:27:08: Was macht dieser Ort mit Ihnen im Alltag?
00:27:11: also ich bin tatsächlich fasziniert von der Beständigkeit und von der Langwebigkeit dieses Hauses.
00:27:21: Das wurde, aus dem Jahr der Dreißig-Jährige Krieg begonnen hat.
00:27:40: Es ist wirklich unheimlich wie viel Geschichte dieses Haus mitgemacht hat und Ich hoffe einfach, dass es auch in vierhundert Jahren noch so würdevoll dasteht wie heute.
00:27:51: Aber tatsächlich ist es so, dass ich mir manchmal sage wow was dieses Gebäude schon alles gesehen hat.
00:27:58: Ja ne?
00:28:00: So und jetzt haben wir soweit in die Vergangenheit geguckt.
00:28:03: Jetzt schauen wir aber in der nähere Zukunft.
00:28:05: im Herbst steht die nächste Wahl an.
00:28:07: Sie wollen's nochmal wissen.
00:28:08: warum?
00:28:09: also acht Jahre sind tatsächlich kurz zumindest in Maßstäben einer Kommunalverwaltung Und ich will es noch mal wissen, weil mir die Menschen hier wahnsinnig ganz herzlich gewachsen sind.
00:28:21: Der Ort ist mir ins Herz gewachsen.
00:28:23: Ich bin auch nach meiner Wahl sofort hergezogen und fühle mich ja einfach sehr zu Hause hinzukommt.
00:28:29: Ich habe ja vorhin die Bürokratie erwähnt, dass viele Mühlen einfach langsam mahlen.
00:28:35: Klar in acht Jahren wir haben einiges umgesetzt.
00:28:37: Wir haben einige auf den Weg gebracht.
00:28:39: Wenn's nach mir gegangen wäre wären wir in einigen Themen auch schon weiter.
00:28:44: heißt also Ich möchte an vielen Dingen, an denen ich in den letzten Jahren gearbeitet habe auch einfach weiterarbeiten dürfen.
00:28:52: Mit dem Gemeinderat mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung und deswegen will ich es noch mal
00:28:57: wissen.".
00:28:57: Und wann sagen Sie am Ende eines Tages?
00:29:00: Heute hat sich der Job gelohnt!
00:29:03: Da kann's ganz unterschiedliche Gründe dafür geben.
00:29:07: natürlich klassischerweise man hat einfach Dinge vom Schreibtisch bekommen Sachen angestoßen hat vielleicht ein Durchbruch geschafft, bei idealer Weise einem Thema was nicht ganz einfach ist und man ist da jetzt einen wichtigen Schritt weitergekommen.
00:29:22: Dann fühlt man sich natürlich immer sehr erfüllt.
00:29:24: aber es sind eigentlich jeden Tag so viele Dinge das ich fast immer denke ja der Job hat sich heute gelohnt oder der Tag hat sich gelohned oft auch schöne Begegnungen mit Leuten
00:29:35: Herr Metz zum Schluss.
00:29:36: Normalerweise wenden sich die Bürgerinnen und Bürger mit Wünschen und Anliegen ja an sie, haben wir schon darüber gesprochen jetzt drehen wir das aber mal um.
00:29:44: was wünschen Sie sich von den Menschen in Endingen?
00:29:48: Was ich mir wünsche ganz allgemein Das ist eine Neugierde ne Offenheit gegenüber Themen gegen über neuen Themen.
00:29:56: Wir haben jetzt eine Zeit wo sich so viel technologisch verändert.
00:30:00: Ich nehme jetzt nur mal die Digitalisierung als Beispiel, die wir auch in der Verwaltung jetzt Stück für Stück nach vorne bringen.
00:30:06: Was ich mir wünsche ist keine Angst vor Veränderungen zu haben mit einem mutigen Blick nach vorn zu gehen, sich nicht von Ängsten und Sorgen zu sehr vereinnahmen zu lassen.
00:30:17: Kenne ich ja selber auch, geht uns ja allen so.
00:30:20: Und einfach anpackend zu bleiben, anpacken zu sein – das wünsch'
00:30:24: ich mir!
00:30:25: Vielen lieben Dank für das offene und spannende Gespräch.
00:30:28: Danke schön!
Neuer Kommentar